Haushaltversicherungen optimieren

Die Preis- und Leistungsunterschiede bei der Hausrat-, Gebäude- und Privathaftpflicht-Versicherung sind gross. Es lohnt sich, die Angebote zu vergleichen und seine Versicherungen regelmässig zu überprüfen.

Jedes Jahr beauftragen mehrere Tausend Versicherte das VZ mit einer unabhängigen Analyse ihrer Policen. Die VZ-Experten stellen dabei stets fest, dass in den meisten Versicherungsordnern ein erhebliches Optimierungspotenzial steckt.

Zu hohe Prämien

Die Prämien und Leistungen können je nach Versicherer stark variieren. Wer die Angebote vergleicht und zum Beispiel zum VZ wechselt, kann mehrere hundert Franken pro Jahr oder bis zu 27 Prozent sparen (siehe Tabelle).

Haushaltversicherung: Grosse Prämien- und Leistungsunterschiede
Ehepaar aus St. Gallen mit Einfamilienhaus (SG) und Ferienwohnung (GR). Hausrat: Feuer/Diebstahl/Wasser/Glas, inkl. einfacher Diebstahl auswärts 4000 Fr. – Versicherungssumme 250‘000 Fr. / Hausrat Ferienhaus: Feuer/Diebstahl/Wasser/Glas – Versicherungssumme 60‘000 Fr. / Privathaftpflicht: Mehrpersonen, Eigentümer, führen von fremden Motorfahrzeugen – Versicherungssumme 10 Millionen Fr. / Gebäude: Wasser, Freilegungskosten 20‘000 Fr., Beschädigung durch wildlebende Tiere 5000 Fr. – Versicherungssumme 820‘000 Fr.
Haushaltversicherung: Grosse Prämien- und Leistungsunterschiede

Unterversichert

Oft geht vergessen, die Versicherung den veränderten Lebensumständen anzupassen. Die Folgen: Bei einem Brand zum Beispiel zahlt die Versicherung dann höchstens die Versicherungssumme aus, auch wenn der Hausrat mehr wert ist. Das gilt auch für Teilschäden: Brennt nur ein Zimmer aus, kann die Versicherung ihre Entschädigung proportional zur Unterversicherung kürzen. Beispiel: Der Hausrat ist 200’000 Franken wert, die Versicherungssumme beträgt aber nur 150’000 Franken (75 Prozent). Beläuft sich die Schadenssumme beim Teilschaden auf 50’000 Franken, werden nur 37’500 Franken abzüglich des Selbstbehalts erstattet.

Hauseigentümer sollten zudem die Leistung für mögliche Schäden durch eine geplatzte Wasserleitung auf mindestens 15’000 Franken erhöhen. Denn das Aufspitzen von Böden und Wänden bei der Suche nach einer schadhaften Leitung kann schnell ins Geld gehen. Auch bei der Privathaftpflicht lohnt es sich oft, die Deckungssumme auf 5 Millionen Franken anzupassen.

Überversichert

Prämien für unnötige oder zu hohe Versicherungen sind hinausgeworfenes Geld. Grundsätzlich sollte man nur Schäden versichern, die einen in finanzielle Schwierigkeiten bringen könnten. Eine Glasbruchversicherung als Ergänzung zur Hausratversicherung ist häufig unnötig. Wenn ein Glastisch kaputt geht, kann man sich in der Regel einen neuen leisten.

Mehrjahresverträge

Häufig schliessen Versicherte Mehrjahresverträge ab, und sind damit für die ganze Laufzeit an den Versicherer gebunden. Vorzeitig auflösen kann man solche Verträge nur, wenn ein aktueller Schadenfall vorliegt oder wenn sich die Prämien erhöhen. Versicherte sollten deshalb immer nur Verträge unterschreiben, die sich jährlich kündigen lassen. 

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