Freizügigkeit: Was steckt dahinter?

Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass man im Laufe des Erwerbslebens die Stelle wechselt, arbeitslos wird, sich selbständig macht oder eine längere Pause einlegt. Dann kann das PK-Guthaben in der Regel nicht bei der bisherigen Pensionskasse bleiben.

Ausbezahlen lässt sich das Guthaben in den meisten dieser Fälle auch nicht: Es ist zweckgebunden und bleibt für die Altersvorsorge reserviert. Wer sein PK-Geld nicht direkt in eine andere Pensionskasse einbringt, muss es an eine Freizügigkeitseinrichtung übertragen.

Bei Austritt aus einer Pensionskasse wird das Austrittsguthaben berechnet, die sogenannte Freizügigkeitsleistung. Die Freizügigkeitsleistung entspricht bei Kassen mit Beitragsprimat dem aktuellen Altersguthaben, bei Kassen mit Leistungsprimat dem sogenannten Barwert der erworbenen Leistungen. Wie der Barwert berechnet wird, steht im Reglement der Pensionskasse.

Es empfiehlt sich, beim Austritt aus einer Kasse mit Leistungsprimat zu überprüfen, ob der Barwert richtig berechnet worden ist. Er muss mindestens die folgenden Werte umfassen:

  • alle Beiträge, die vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber einbezahlt wurden
  • alle Freizügigkeitsleistungen, die eingebracht wurden
  • alle freiwilligen Einzahlungen (Einkäufe)
  • alle Zinsgutschriften auf diesen Einlagen

Freizügigkeitsguthaben, die Sie nicht in eine neue Pensionskasse einbringen, müssen Sie an eine Freizügigkeitseinrichtung überweisen. Sie können wählen zwischen einem Konto, einer Police oder einem Wertschriftendepot.

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