Freizügigkeit: Konto, Depot oder Police?

Freizügigkeitsguthaben, die Sie nicht in eine neue Pensionskasse einbringen, müssen Sie an eine Freizügigkeitseinrichtung überweisen. Sie haben die Wahl zwischen einer Police, einem Konto oder einem Wertschriftendepot.

Freizügigkeitspolicen beinhalten Versicherungsleistungen, die den Zinsertrag schmälern. Stirbt der Versicherte, erhalten seine Hinterbliebenen eine Todesfallsumme ausbezahlt, die höher ist als das einbezahlte Guthaben.

Bei Bedarf lässt sich auch eine Invalidenrente versichern. Wenn Sie einen Versicherungsschutz für Invalidität oder Tod benötigen, ist es in der Regel besser, eine reine Risikoversicherung der Säule 3a oder 3b zu kaufen und Ihr Pensionskassenguthaben auf einem Freizügigkeitskonto einer Bank zu parkieren.

Der Zinsertrag fällt bei Banken in der Regel höher aus. Zwischen den Anbietern von Freizügigkeitskonten bestehen jedoch beträchtliche Zinsunterschiede. Es lohnt sich also, Freizügigkeitsguthaben aktiv zu bewirtschaften, statt sie jahrelang auf einem schlecht verzinsten Konto liegen zu lassen. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter ist jederzeit möglich und meistens kostenlos.

Wertschriften versprechen eine höhere Rendite

Bei den meisten Freizügigkeitsstiftungen kann man sein Guthaben auch in Aktien, Obligationen und andere Wertpapiere investieren. Damit sind höhere Renditen möglich als mit einem Zinskonto. Wie für alle Wertschriftenanlagen empfiehlt sich ein Anlagehorizont von mehreren Jahren, weil die Renditen stark schwanken können. Zudem brauchen Sie die nötige Gelassenheit, um stärkere Ausschläge nach unten auszusitzen.

Wer sein Freizügigkeitsgeld in Wertschriften investieren möchte, kann bei den meisten Anbietern zwischen mehreren Anlagestrategien wählen, die sich vor allem durch die unterschiedlichen Aktienanteile unterscheiden. Wie bei den Konten gibt es auch bei den Wertschriftenlösungen erhebliche Renditeunterschiede. Ein Blick auf die Rendite in der Vergangenheit und ein Vergleich mit ähnlichen Angeboten anderer Freizügigkeitsstiftungen lohnen sich.

Auch aus Wertschriftenlösungen können Sie jederzeit ohne Kündigungsfrist aussteigen und das Guthaben zu einem anderen Anbieter wechseln.

Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen

Welche Option für Sie am besten passt, hängt von Ihrer persönlichen Risikofähigkeit, der Risikobereitschaft wie auch von den eigenen Renditeerwartungen ab. Um diese Faktoren zu bestimmen, empfiehlt es sich, eine professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

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