Finanzielle Absicherung der Regenbogenfamilie

Wenn gleichgeschlechtliche Paare und Kinder eine Familie bilden, ist die finanzielle Absicherung besonders anspruchsvoll.

Als Regenbogenfamilie definieren sich Familien, in welchen sich mindestens ein Elternteil als LGBT versteht. Die Kinder können aus vorangegangenen heterosexuellen Beziehungen stammen oder in eine lesbische oder schwule Beziehung hineingeboren, adoptiert oder als Pflegekinder aufgenommen worden sein. Fachpersonen schätzen, dass in der Schweiz bis zu 30‘000 Kinder in Regenbogenfamilien aufwachsen.

Besondere Regelung für Erbrecht und Sozialversicherung

Das Erbrecht und die Sozialversicherungen sind auf traditionelle Familien ausgerichtet. Nur eingetragene Partner, leibliche Kinder und Adoptivkinder haben einen gesetzlichen Anspruch auf das Erbe und auf eine Hinterbliebenenrente der AHV, obligatorischen Unfallversicherung und Pensionskasse des Verstorbenen.

Manche Pensionskassen zahlen unter bestimmten Voraussetzungen freiwillig auch hinterbliebenen Lebenspartnern, Stief- und Pflegekindern eine Rente aus. Je nach Konstellation und finanziellen Verhältnissen der beiden Partnerinnen oder Partner bieten sich für Regenbogenfamilien unterschiedliche Möglichkeiten an, um die Hinterbliebenen bestmöglich abzusichern. Dazu gehören die Eintragung der Partnerschaft auf dem Zivilstandsamt, ein Vermögensvertrag, Testament, Erbvertrag, eine Todesfallrisiko-Versicherung oder eine Kombination. 

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