Argumente für und gegen die Eintragung der Partnerschaft

Gleichgeschlechtliche Paare, die ihre Partnerschaft eintragen, sind Ehepaaren in den meisten Punkten gleichgestellt.Die Eintragung der Partnerschaft bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile:

Nachlass

Dass eingetragene Paare bei der Erbfolge besser gestellt sind, ist der grösste Vorteil der Eintragung. Der überlebende Partner bekommt dann auch ohne Testament oder Erbvertrag mindestens die Hälfte des Nachlasses des verstorbenen Partners. Wenn der Verstorbene keine Nachkommen hat, stehen ihm drei Viertel zu. Ein Viertel geht an die Eltern oder an die Geschwister, wenn schon beide Eltern gestorben sind. Wer möchte, dass sein Partner alles erbt, muss das rechtzeitig in einem Vermögensvertrag, Testament oder Erbvertrag festschreiben.

AHV

Hier ist die Eintragung ein Nachteil: Eingetragene Paare erhalten bei der Pensionierung wie Ehepaare höchstens 150 Prozent der maximalen AHV-Rente für Alleinstehende. Zusammen sind das 3555 Franken im Monat. Paare im Konkubinat kommen hingegen auf bis zu 4740 Franken.

Steuern

Die Steuerbelastung kann höher ausfallen, weil die Einkommen zusammengezählt werden. Je nach Kanton sind unterschiedliche Abzüge zulässig. Viele vergessen aber, den Abzug für Zweitverdiener und für «Ehegatten» zu berücksichtigen – eingetragene Partner werden heute zum tieferen Ehepaartarif besteuert.

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