Alterskapital in der Pensionskasse

Jeder Arbeitnehmende baut in der 2. Säule Pensionskassenguthaben auf. Dieses BVG-Altersguthaben oder Alterskapital kann man sich bei der Pensionierung als Kapital oder Rente auszahlen lassen.

Die Höhe des Alterskapitals ist von drei Faktoren abhängig. Den grössten Anteil machen die Altersgutschriften aus, also die Einzahlungen des Erwerbstätigen und seines Arbeitgebers in die Pensionskasse. Hinzu kommen allfällige freiwillige, steuerbegünstigte PK-Einkäufe, mit denen viele Erwerbstätige ihr Alterskapital erhöhen. Die eingezahlten Gelder werden verzinst: Die Mindestverzinsung beträgt 1 Prozent (Stand 2018).

Die jeweils aktuelle Höhe des Alterskapitals ist dem persönlichen Vorsorgeausweis zu entnehmen, den man jedes Jahr von der Pensionskasse erhält.

Rente oder Kapital?

Bei der Pensionierung muss man über die Bezugsform des Alterskapitals entscheiden. Wählt man die Rente, wird vom Alterskapital lebenslang eine jährliche Rente ausbezahlt, deren Höhe vom Umwandlungssatz abhängt. Lässt man sich das Alterskapital auszahlen, kann man selbst über die Verwendung entscheiden und es beispielsweise in Wertschriften investieren. 

Immer mehr Pensionierte entscheiden sich für einen Mischbezug. Den Teil, den sie zur Deckung ihrer Lebenshaltungskosten benötigen, beziehen sie als Rente. Das übrige Alterskapital lassen sie sich auszahlen.

Rente oder Kapital: Hier finden Sie 10 Tipps für Ihren Entscheid

Weniger Alterskapital wegen Vorbezug

Das Pensionskassenkapital ist bis zur Pensionierung gebunden. Lediglich für den Kauf oder Bau eines Eigenheims kann man Pensionskassenkapital vorbeziehen. Allerdings muss man eine tiefere Rente beziehungsweise weniger Pensionskassenguthaben zur Pensionierung in Kauf nehmen. Auch PK-Einkäufe sind erst wieder möglich, wenn die Summe zurückbezahlt ist.

Auch wenn man vorzeitig in den Ruhestand geht, ist das Alterskapital kleiner als bei einer ordentlichen Pensionierung, weil Beitragsjahre und Zinsgutschriften wegfallen. Zudem wird der Umwandlungssatz gekürzt, mit dem das Guthaben in eine lebenslange Rente umgerechnet wird.

Pensionskassen können ihre Rentenversprechen nicht halten.

 

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