Tiefzinsobligationen

Tiefzins-Obligationen sind mit einem tieferen Zinscoupon ausgestattet als normale Obligationen. Sie werden zu einem Kurs ausgegeben, der unter ihrem Nennwert liegt, zum Beispiel bei 90 Prozent.

Bei Fälligkeit der Obligation wird den Anlegern 100 Prozent des Nennwerts ausbezahlt. Die Differenz von 10 Prozent stellt im Grunde genommen einen Kursgewinn dar.

In den Augen der Steuerverwaltung handelt es sich aber ebenfalls um einen Zinsertrag, der nicht jährlich, sondern einmalig am Ende der Laufzeit ausbezahlt wird. Dieser Einmalzins ist folglich wie ein gewöhnlicher Zinsertrag als Einkommen zu versteuern.

Die Steuerverwaltung unterscheidet zwischen Tiefzins-Obligationen mit und solchen ohne überwiegende Einmalverzinsung. Eine überwiegende Einmalverzinsung liegt dann vor, wenn der Einmalzins mehr als die Hälfte der gesamten Rendite ausmacht.

Wer eine Obligation ohne überwiegende Einmalverzinsung vor dem Rückzahlungstermin verkauft, kann einen steuerfreien Kursgewinn erzielen. Den Einmalzins muss nämlich der Anleger versteuern, der die Obligation zum Zeitpunkt der Rückzahlung besitzt.

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