Steuerbehörden forschen nach

Mit seiner Unterschrift bekräftigt der Steuerpflichtige, dass die Angaben in der Steuererklärung vollständig sind und der Wahrheit entsprechen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Steuerbehörde alle Angaben des Steuerpflichtigen für bare Münze nimmt.

Die Steuererklärung ist die Grundlage für die jährliche Steuerrechnung. Die Versuchung ist gross, seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse nicht ganz korrekt darzustellen, schliesslich zahlt niemand gern Steuern. Wer dieser Versuchung erliegt, riskiert Nachsteuern und eine Busse, die nicht zu knapp bemessen ist.

Als Steuerpflichtiger muss man Entscheide der Steuerbehörden aber auch nicht einfach akzeptieren. Wer glaubt, dass die Einschätzung der Steuerbehörde falsch ist, hat Rechtsmittel zur Verfügung, um sich gegen eine zu hohe Steuerbelastung zur Wehr zu setzen.  

Die Steuerbehörde prüft anhand der eingereichten Belege, ob alle Abzüge zulässig sind. Schöpft die Behörde Verdacht, dass der Steuerpflichtige nicht sein ganzes Einkommen angegeben hat, wird sie Nachforschungen anstellen.

Dazu stehen ihr mehr Möglichkeiten offen, als sich die meisten vorstellen können. Sie kann sich zum Beispiel bei der AHV/IV über abgerechnete Beiträge erkundigen und kommt so möglicherweise Leuten auf die Schliche, die Nebeneinkünfte verschwiegen haben.

Auch Veränderungen des steuerbaren Vermögens können Anhaltspunkte für eine Steuerhinterziehung liefern. Besserverdienenden und vermögenden Personen schauen die Steuerkommissäre besonders auf die Finger, weil sie eher mit Steuerkniffen und -tricks vertraut sind und weil dem Staat hier potenziell die höchsten Beträge entgehen.

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