Heiratsstrafe

Als Heiratsstrafe bezeichnet der Volksmund die steuerliche Ungleichbehandlung von verheirateten und unverheirateten Doppelverdiener-Paaren.

Konkubinatspaare, deren Einkommen einzeln versteuert werden, profitieren von einer tieferen Progression als Ehepaare, deren Einkommen zusammengezählt werden. Die Kantone haben diese Benachteiligung bei den Staats- und Gemeindesteuern inzwischen gemildert oder sogar beseitigt.

Bei der direkten Bundessteuer wird allen Verheirateten ein Pauschalabzug von 2600 Franken gewährt. Ehepaare können zudem die Hälfte des tieferen Einkommens oder mindestens 8100 Franken und maximal 13'400 Franken abziehen.

Trotz Zweitverdiener- und Verheiratetenabzug zahlen viele Ehepaare aber immer noch deutlich mehr Steuern als Paare ohne Trauschein.

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