So wirkt sich ein Eigenheim auf die Steuern aus

Wer eine Liegenschaft vermietet, versteuert die Mieteinnahmen als Einkommen. Wer sein Haus selber bewohnt, verzichtet auf Mieteinnahmen und muss dafür den so genannten Eigenmietwert versteuern.

Abziehen darf man die Hypothekarzinsen und die Unterhaltskosten. Dieses Steuersystem bevorzugt grundsätzlich Hausbesitzer, die hoch verschuldet sind, weil sie mehr Schuldzinsen abziehen können.

Das Nachsehen haben Hausbesitzer, deren Schuldzinsen und Unterhaltskosten zusammengerechnet tiefer ausfallen als der Eigenmietwert beziehungsweise ihre Mieteinnahmen sind. Ihre Einkommenssteuern sind höher, als wenn sie kein Haus hätten. Das ist in Zeiten mit sehr tiefen Hypothekarzinsen allerdings auch bei hoch verschuldeten Eigenheimbesitzern oft der Fall.

Wie die verschiedenen Einflussfaktoren zusammenspielen, verdeutlicht das Beispiel eines Hausbesitzers, dessen Liegenschaft 1 Million Franken wert ist. Sein steuerbares Einkommen von 150'000 Franken erhöht sich um den Eigenmietwert.

Abziehen darf er die Hypothekarzinsen und die Unterhaltskosten. Sein steuerbares Einkommen fällt in diesem Beispiel wegen der tiefen Zinsen 3200 Franken höher aus. Bei einem Grenzsteuersatz von 35 Prozent zahlt er als Hausbesitzer 1120 Franken mehr Einkommenssteuern.

Einfluss einer Liegenschaft auf die Einkommenssteuer
Beispiel: Selbstbewohnte Liegenschaft, Verkehrswert 1 Mio. Fr., Hypothek 800'000 Fr. zu 2% Zins, Grenzsteuersatz 35%
Einfluss einer Liegenschaft auf die Einkommenssteuer

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