Vermögenssteuern nach der Pensionierung

Viele Pensionierte zahlen deutlich mehr Vermögenssteuern als vor der Pensionierung.

Wer sein Pensionskassengeld ganz oder teilweise als Kapital bezieht, muss darauf fortan Vermögenssteuern zahlen. Sehr vermögende Personen zahlen wegen der Steuerprogression unter Umständen sogar deutlich mehr Vermögens- als Einkommenssteuern.

Solange die Zinsen so tief sind, fällt die Vermögenssteuer besonders stark ins Gewicht. Spargelder und Obligationen werden zum Beispiel kaum noch verzinst. Rund ein Drittel des mageren Ertrags verschlingt die Einkommensteuer. Und nach Abzug der Vermögenssteuer kann die Rendite sogar negativ sein.

Ein Vergleich der Vermögenssteuern zeigt: Die Steuertarife sind kantonal sehr unterschiedlich. Darum ist der Wohnsitz entscheidend: Unter Umständen spart man mit einem Umzug viel Geld.

Ein Ehepaar mit einem Vermögen von 10 Mio. Franken zahlt in Zürich rund 56‘700 Franken Vermögenssteuern. Verlegt dieses Ehepaar seinen Wohnsitz nach Stans im Kanton Nidwalden, spart es jedes Jahr knapp 44‘000 Franken. Über die Jahre macht das mehrere hunderttausend Franken aus, die das Paar zusätzlich zur Verfügung hat.

Ob sich ein Umzug lohnt, muss man sorgfältig abwägen und die gesamten finanziellen Auswirkungen berücksichtigen: In der Regel sind an steuergünstigen Orten zum Beispiel die Immobilienpreise und damit auch die Mieten deutlich höher. Und wer etwa an einen Ort mit tieferen Einkommenssteuern zieht, sollte prüfen, ob höhere Vermögens-, Erbschafts- oder Schenkungssteuern diesen Vorteil nicht wettmachen.

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