Stellenverlust kurz vor der Pensionierung

Wer kurz vor der Pensionierung entlassen wird, muss rasch entscheiden, was mit dem Geld in der Pensionskasse passieren soll.

Bei einem Personalabbau werden oft zuerst die älteren Angestellten in die Frühpension entlassen. Das ist für viele ein Schock. Trotzdem müssen sie schnell über ihr Pensionskassen-Guthaben entscheiden. In der Regel kommen die folgenden Möglichkeiten in Frage:

Vorbezug

Bei vielen Pensionskassen liegt das frühestmögliche Rentenalter bei 58 oder 60 Jahren. Wer dieses Alter erreicht hat, kann die Rente oder das Kapital vorbeziehen. Weil die Arbeitslosenversicherung beides als Einkommen anrechnet, fallen ihre Leistungen tiefer aus. Auch die Pensionskassen-Rente ist kleiner als bei einer ordentlichen Pensionierung, weil Beitragsjahre und Zinsgutschriften wegfallen. Und schliesslich wird auch noch der Umwandlungssatz tiefer angesetzt.

Freizügigkeit

Wer weiterhin erwerbstätig bleiben will, beim Austritt aus der Pensionskasse aber noch keine neue Stelle hat, muss sein Guthaben auf ein Freizügigkeitskonto überweisen. Findet er keine neue Stelle mehr, kann er dieses Guthaben nicht mehr als Rente beziehen. Es bleibt nur noch der Kapitalbezug. Den Bezug kann man bis 70 aufschieben (Frauen bis 69), was steuerlich interessant ist.

Auffangeinrichtung

Wer die Freizügigkeitsleistung wählt, aber nicht auf eine Rente verzichten will, kann sein Guthaben innert 90 Tagen ab der Erwerbslosigkeit an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG überweisen oder nach der Auszahlung des Geldes eine Leibrente kaufen. Leibrenten lohnen sich allerdings in den wenigsten Fällen. 

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