Strengere Auflagen für ältere Hauskäufer

Immer mehr langjährige Mieter kaufen sich erst aufs Alter hin ein Eigenheim. Viele Banken erschweren älteren Kunden aber den Kauf von Wohneigentum.

Viele Banken finanzieren bei älteren Käufern höchstens zwei Drittel des Kaufpreises statt der üblichen 80 Prozent, selbst wenn ihre künftige Rente hoch genug wäre, um die laufenden Kosten des Eigenheims auch bei einer höheren Hypothek zu tragen.

Andere verlangen, dass die Käufer die zweite Hypothek in der kurzen Zeit bis zur Pensionierung vollständig abbezahlen. Oder sie fordern schon für eine Belehnung über 65 Prozent Zusatzsicherheiten, etwa die Verpfändung eines Wertschriftendepots. Das ist besonders ärgerlich, weil das Vermögen in der Regel zur Sicherung des Einkommens oder für unvorhergesehene Ausgaben im Alter dient. Wenn das Depot verpfändet ist, steht dieses Geld nicht zur Verfügung.  

Die strengen Auflagen der Banken bedeuten nicht zwangsläufig, dass eine Fremdfinanzierung nicht mehr möglich ist. Als Hauskäufer müssen Sie Ihrem Kreditgeber aber aufzeigen können, dass Sie mit Ihrem Vermögen sowohl alle Kosten für Ihr Eigenheim als auch die übrigen Lebenshaltungskosten langfristig tragen können.

Es lohnt sich, einen Experten für die langfristige Finanzplanung beizuziehen, vor allem wenn Sie Ihr Pensionskassenguthaben in Kapitalform beziehen. Eine umfassende und seriöse Einkommens- und Vermögensplanung bietet dem Kreditgeber finanzielle Sicherheit.

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