Rente oder Kapital? Keine Frage der aktuellen Börsenlage

Angehende Pensionierte lassen sich beim Entscheid für eine Rente oder den Kapitalbezug oft von der aktuellen Lage an den Finanzmärkten leiten.

Wenn die Börsenkurse steigen, scheint vielen die Auszahlung des Pensionskassenguthabens attraktiver. Sie versprechen sich ein höheres Einkommen als mit der Rente, wenn sie ihr Geld selbst anlegen.

Während einer Börsenkrise hingegen entscheiden sich deutlich mehr dafür, ihr gesamtes Altersguthaben als Rente zu beziehen. Die Auszahlung des Pensionskassenguthabens erscheint vielen in solchen Phasen zu riskant. Sie fürchten sich davor, ihr Vermögen zu verspekulieren und im Alter mit leeren Händen dazustehen.

Bei diesem wichtigen Entscheid verdienen langfristige Überlegungen jedoch viel mehr Gewicht als die aktuelle Börsenlage. Statistisch gesehen leben Männer nach der Pensionierung mit 65 Jahren noch rund 20 Jahre. Frauen können bei der Pensionierung mit 64 noch mit rund 23 Lebensjahren rechnen.

Der Anlagehorizont für ihre Vorsorgegelder beträgt also 20 Jahre und länger. Wenn man sich den langen Zeithorizont vor Augen hält, verliert die aktuelle Börsenlage an Bedeutung. Kurzfristige Schwankungen nach oben wie nach unten wirken sich nämlich nur geringfügig auf die langfristige Wertentwicklung aus.

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