Pensionskasse: Wird der Kapitalbezug eingeschränkt?

Pensionskassen müssen ihren Versicherten auf deren Wunsch bei der Pensionierung mindestens einen Viertel ihres obligatorischen Altersguthabens in Kapitalform auszahlen. Der Bundesrat möchte, dass man dieses Guthaben nur noch als Rente beziehen kann.

AHV- und IV-Rentner erhalten vom Staat Ergänzungsleistungen, wenn sie nicht genügend Einkünfte haben, um ihre minimalen Lebenshaltungskosten zu decken. Die Ausgaben für Ergänzungsleistungen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Darum will der Bundesrat das System der Ergänzungsleistungen reformieren und falsche Anreize für den Bezug solcher Leistungen beseitigen.

Heute können sich Pensionskassen-Versicherte bei der Pensionierung laut Gesetz mindestens einen Viertel ihres obligatorischen Altersguthabens auszahlen lassen. Bei vielen Pensionskassen kann man sogar das gesamte Altersguthaben als Kapital beziehen.

Nach dem Willen des Bundesrats soll der Kapitalbezug für obligatorische Altersguthaben künftig verboten werden. Das würde bedeuten, dass man dieses Guthaben als Rente beziehen muss und sich nur noch überobligatorische Guthaben auszahlen lassen darf. Damit will der Bundesrat verhindern, dass Rentner auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind, weil sie ihr Pensionskassenkapital bezogen und aufgebraucht haben.

Sowohl der Nationalrat als auch der Ständerat haben sich allerdings gegen ein solches Verbot des Kapitalbezugs entschieden.

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