Mit einer Frühpensionierung Rentenreduktion umgehen?

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Für die Politik ist klar: Das Rentenalter muss erhöht und die Umwandlungssätze weiter gesenkt werden. Vor allem die tieferen Umwandlungssätze führen dazu, dass sich viele angehende Pensionierte überlegen, vorzeitig aufzuhören.

Die Pensionskassen stehen unter Druck. Die steigende Lebenserwartung und die mageren Anlagerenditen lassen Stiftungsräten keine andere Wahl, als den Rotstift anzusetzen. Reihum werden Zinssätze gesenkt und Leistungen gekürzt.

Zurzeit kürzen einige Pensionskassen ihre Umwandlungssätze massiv. Viele angehende Pensionierte fragen sich deshalb, ob es besser wäre, vorzeitig in Rente zu gehen, um noch vom alten, höheren Umwandlungssatz zu profitieren. Bei den meisten Vorsorgestiftungen kann man sich frühestens mit 58 oder 60 pensionieren lassen.

Einkäufe in die Pensionskasse prüfen

Trotz Kürzungen: Eine Frühpensionierung ist ein grosser Schritt, den man sehr sorgfältig vorbereiten muss. Das Salär eines ganzen Jahres oder sogar mehrerer Jahre fällt weg, was eine massive Einkommenseinbusse bedeutet. Wer früher in Rente geht, zahlt zudem weniger Sparbeiträge in die Pensionskasse ein und verzichtet auf zusätzliche Zinserträge. Und weil das angesparte Altersguthaben bei einem vorzeitigen Bezug über eine längere Zeit ausbezahlt werden muss, wird der Umwandlungssatz ohnehin gekürzt.

Um wenigstens zum Teil noch vom höheren Umwandlungssatz zu profitieren, bietet sich eine Teilpensionierung an. Wer zum Beispiel mit 60 Jahren sein Arbeitspensum von 100 auf 70 Prozent reduziert, kann in der Regel 30 Prozent der Altersleistung als Rente oder Kapital beziehen und die restlichen 70 Prozent bei der ordentlichen Pensionierung. Allerdings steht auch in diesem Fall weniger Kapital zur Verfügung.

Im Hinblick auf eine Frühpensionierung lohnt es sich, freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse zu prüfen. Ein wichtiger Vorteil ist, dass man die Einzahlungen vom steuerbaren Einkommen abziehen darf.

Bei einigen Pensionskassen können Versicherte, die ihr Einkaufspotenzial ausgeschöpft haben, zusätzliche Einzahlungen für ihre Frühpensionierung tätigen. Allerdings hat diese Einkaufsmöglichkeit ihre Tücken: Die Altersleistungen dürfen maximal fünf Prozent höher sein als bei der ordentlichen Pensionierung. Wer sich für eine Frühpensionierung einkauft, aber später als geplant aufhört, überschreitet diese Grenze womöglich.

Was muss man bei der Frühpensionierung beachten? Erfahren Sie, was Sie bei der Planung Ihrer Frühpensionierung unbedingt beachten müssen.