LGBT: Wie viel AHV-Rente können eingetragene Partner erwarten?

Wer seine Pensionierung plant, sollte seine voraussichtliche AHV-Rente kennen. Eingetragene Partner bekommen oft weniger als Konkubinatspartner.

Die maximale AHV-Rente beträgt aktuell 2370 Franken pro Monat (Stand per 2019). So viel bekommt, wer ein durchschnittliches Jahreseinkommen von mindestens 85'320 Franken aufweist (inkl. Kinder- und Pflegegutschriften). Wer auf einen durchschnittlichen Jahreslohn von 14'220 Franken oder weniger kommt, erhält die Minimalrente von monatlich 1185 Franken. Diese Beträge gelten für Rentenbezüger, die ab dem 21. Altersjahr bis zum ordentlichen Rentenalter lückenlos AHV-Beiträge bezahlt haben. Für jedes fehlende Beitragsjahr wird die Rente anteilsmässig gekürzt.

Wie berechnet sich die AHV-Altersrente in der eingetragenen Partnerschaft? Wenn erst ein Partner pensioniert ist, wird seine Rente auf der Basis seiner eigenen Jahreseinkommen berechnet. Bei der Pensionierung des zweiten Partners werden die Einkommen während der Jahre der eingetragenen Partnerschaft geteilt. Diese Aufteilung heisst Splitting.

Ein Beispiel: Jan und Matteo haben beide Anspruch auf die maximale AHV-Rente. Jan geht zuerst in Pension und erhält also jeden Monat 2370 Franken. Sobald auch Matteo pensioniert ist, werden ihre Einkommen gesplittet und je zur Hälfte den beiden gutgeschrieben. Ihre Renten werden nun auf der Basis dieser durchschnittlichen Jahreslöhne neu berechnet. Übersteigt die Summe der beiden Einzelrenten von Jan und Matteo den Maximalbetrag, werden ihre Renten anteilsmässig gekürzt. Zusammen bekommen sie höchstens 150 Prozent der Maximalrente für Alleinstehende – zurzeit also höchstens 3555 Franken pro Monat. Unverheiratete Paare oder Konkubinatspartner hingegen können bis zu 4740 Franken erhalten, wenn beide Partner aufgrund ihrer Erwerbseinkommen Anspruch auf die Maximalrente haben.

Angehende Pensionierte sollten ihre voraussichtliche Rente von der AHV berechnen lassen. Stellt man Ungereimtheiten erst bei der Pensionierung fest, verzögert sich die Rentenzahlung unnötig. Im schlimmsten Fall muss man sich sogar mit einer tieferen Rente abfinden. Für Personen ab 40 ist eine Vorausberechnung alle 5 Jahre kostenlos.

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