Kapitalbezüger brauchen eine sichere Anlagestrategie

Für eine Pensionierung ohne Sorgen braucht es genug Vermögen und eine solide Finanzplanung. Mit der Etappen-Strategie wächst das Vermögen nach, während man davon lebt.

Mit der Pensionierung ändert sich vieles: Von einem Tag auf den anderen hat man mehr Zeit und kann aufgeschobene Projekte in Angriff nehmen. Gleichzeitig ändert sich auch die finanzielle Situation. Diese Veränderung ist oft einschneidender als erwartet. Ausgaben für Ferien, Hobbys und andere Freizeitbeschäftigungen steigen in den ersten Jahren nach der Pensionierung oft deutlich. Auch gesundheitliche Probleme können zusätzliche Kosten verursachen. Beides führt dazu, dass die Ausgaben nach der Pensionierung in der Regel höher sind als die erwarteten Einnahmen.

Künftige Pensionierte müssen mit weniger Geld rechnen

Die Leistungen der AHV und der Pensionskasse sollten den gewohnten Lebensstandard im Alter sichern. Doch dieses Ziel erweist sich für die meisten als immer unrealistischer. In den letzten Jahren sind die Pensionskassenrenten deutlich gesunken und wurden kaum noch an die Teuerung angepasst. Und der Druck auf die Renten hält an. Wer in den nächsten Jahren pensioniert wird, muss mit noch tieferen Leistungen rechnen. Umso wichtiger ist es, das Vermögen nach der Pensionierung klug anzulegen und sorgfältig zu verzehren.

Hier ist eine Etappen-Strategienützlich: Dazu teilt man sein Vermögen in einen Verbrauchsteil und einen Wachstumsteil auf. In den Verbrauchsteil fliesst der Betrag, der den Einkommensbedarf in der ersten Etappe von zehn Jahren deckt. Dieses Geld wird ausschliesslich kurzfristig investiert. Infrage kommen nur sehr sichere Anlagen, die schrittweise aufgebraucht werden können. Der Rest fliesst in den Wachstumsteil: Dieses Geld sichert das Einkommen für die folgenden zehn Jahre.

Aktien sind bei langem Anlagehorizont sinnvoll

Im Moment werden Männer noch mit 65 und Frauen mit 64 Jahren pensioniert. 65-jährige Männer haben eine statistische Lebenserwartung von rund 19 Jahren, 64-jährige Frauen von gut 22 Jahren. Bei einem so langen Anlagehorizont kommen für den Wachstumsteil auch Aktien in Frage. Besonders interessant sind Aktien mit einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite. Bei solchen Titeln kommen regelmässige Dividenden zur potenziellen Wertsteigerung hinzu.

Wer Aktien kauft, sollte dafür nicht Geld einsetzen, das unmittelbar zum Leben gebraucht wird. Zudem sollte jederzeit ein Polster für Unvorhersehbares verfügbar sein, zum Beispiel für Renovationen am Haus oder für die Kosten einer schweren Krankheit. Wie hoch dieser Betrag sein muss, hängt von den individuellen Lebensumständen und Bedürfnissen ab.

Einkommensplanung in Etappen

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