Was Sie bei einem Pensionskassen-Einkauf beachten sollten

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Freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse verbessern die Altersvorsorge und helfen erst noch Steuern sparen. Damit die Rechnung aufgeht, sollten Sie die folgenden Punkte beachten. 

Lohnt sich ein Einkauf angesichts der tiefen Zinsen und sinkenden Renten überhaupt noch? Die Rendite eines Einkaufs hängt auch von folgenden Faktoren ab:

1. Zeitpunkt: PK-Einkäufe lohnen sich umso mehr, je höher das Einkommen ist und je schneller man das Kapital wieder bezieht. Die höchste Rendite erzielt man mit einem Einkauf in den letzten Jahren vor der Pensionierung.

2. Fristen: Wer sein Altersguthaben oder einen Teil davon bei der Pensionierung als Kapital beziehen möchte, muss sich spätestens drei Jahre vorher einkaufen. Sonst werden die Steuern fällig, die man durch den Einkauf gespart hat. Für den Rentenbezug gelten in der Regel keine Fristen.

3. Staffelung: Grössere Beträge zahlt man am besten gestaffelt ein. Wegen der Progression ist die Steuerersparnis dadurch grösser, als wenn man den ganzen Betrag auf einmal einzahlt.

Rendite eines Pensionskassen-Einkaufs
Annahme: 55-jähriger Mann, versicherter Lohn 70'000 Franken, jährliche Sparbeiträge auf versicherten Lohn 18%, Verzinsung des Altersguthabens 1% pro Jahr
Rendite eines Pensionskassen-Einkaufs

4. Kadervorsorge: Für Lohnbestandteile über 127'980 Franken lohnen sich Einzahlungen in eine Kadervorsorge, wenn die Pensionskasse eine separate Stiftung dafür hat. Dort kann man seine Anlagestrategie selber wählen.

5. Auszahlung: Die Rendite eines Einkaufs ist in der Regel höher, wenn man den freiwillig einbezahlten Betrag nicht als regelmässige Rente bezieht, sondern als einmalige Kapitalleistung auszahlen lässt.

6. Vorsicht: PK-Einkäufe sind nur sinnvoll, wenn der Deckungsgrad der Pensionskasse über 100 Prozent liegt. Im schlimmsten Fall drohen sonst Sanierungsmassnahmen, wobei auch freiwillige Einkäufe gekürzt werden können.