Hypothek: nicht zu viel amortisieren

Eine zu grosse Amortisation kann den finanziellen Handlungsspielraum nach der Pensionierung einschränken.

Viele Eigenheimbesitzer möchten möglichst schuldenfrei in Rente gehen. Bei der Pensionierung zahlen sie daher oft einen grossen Teil ihrer Hypothek zurück, beispielsweise mit Vorsorgeguthaben, die dann zur Auszahlung kommen.

Dabei gehen sie davon aus, dass sie die Hypothek bei Bedarf wieder aufstocken können, wenn nach der Pensionierung ein finanzieller Engpass entstehen sollte. Viele Banken lehnen eine Aufstockung zur Aufbesserung des Renteneinkommens aber ab, weil die Belastung für Hypothekarzinsen und Nebenkosten gemessen am Einkommen von Rentnern nicht tragbar wäre.

Genug Reserven behalten

Wer seine Hypothek amortisiert, sollte deshalb immer eine ausreichende Reserve zurückbehalten, um unvorhergesehene Kosten decken zu können. Entscheiden Sie besser schon einige Jahre vor der Pensionierung, ob und um welchen Betrag Sie die Hypothek amortisieren möchten, und passen Sie Ihre Hypothekarstrategie an. Wenn Sie für die Amortisation eine Festhypothek vorzeitig auflösen müssen, betragen die Strafgebühren der Bank rasch einmal mehrere zehntausend Franken.

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