Altersreform 2020: Sinkende Pensionskassenrente

Die Altersvorsorge hält mit der demografischen Entwicklung nicht mehr Schritt. Arbeitgeber und Angestellte zahlen immer mehr für die Rentner. Mit der Reform zur Altersvorsorge 2020 will das Parlament nun der steigenden Umverteilung entgegenwirken. Bei einem Ja sollen die Renten aus der Pensionskasse sinken.

Bis 2022 soll der Mindestumwandlungssatz für obligatorische Guthaben in der Pensionskasse von heute 6,8 auf 6,0 Prozent fallen. Personen, die nächstes Jahr 45 oder älter sind, profitieren allerdings von einer sogenannten Besitzstandsgarantie. Das heisst: Ihre Renten dürfen im Obligatorium (versicherte Lohnbestandteile bis 84‘600 Franken) nicht schrumpfen.

Senkung des Umwandlungssatzes

Der Umwandlungssatz im Obligatorium wird schrittweise gesenkt. Die Kürzung betrifft Jahrgang 1974 und jünger.

  • Per 1. Januar 2018: 6,8 Prozent
  • Per 1. Januar 2019: 6,6 Prozent
  • Per 1. Januar 2020: 6,4 Prozent
  • Per 1. Januar 2021: 6,2 Prozent
  • Per 1. Januar 2022: 6,0 Prozent

Im Überobligatorium hingegen sind die Pensionskassen an keine fixen Parameter gebunden. Solange sie die Mindestleistungen einhalten, können sie hier den Umwandlungssatz oder die Verzinsung der Altersguthaben selber festlegen.

Das heisst: Wer nächstes Jahr pensioniert wird und eine Rente bezieht, hat Anspruch darauf, dass sein Altersguthaben im Obligatorium mit einem Umwandlungssatz von 6,8 Prozent in eine Rente umgerechnet wird. Weil aber viele Pensionskassen im Überobligatorium einen Umwandlungssatz von unter 5 Prozent anwenden, wird das Altersguthaben schliesslich im Durchschnitt mit einem deutlich tieferen Satz in eine Rente umgewandelt. Im Fachjargon spricht man hier vom sogenannten umhüllenden Umwandlungssatz. 

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