Altersreform 2020: AHV-Rente schrittweise beziehen

Am 24. September findet die Abstimmung zur Altersreform 2020 statt. Dabei geht es um die Sicherung der Renten. Neben dem Guthaben aus der Pensionskasse kann neu auch die Rente aus der AHV gestaffelt bezogen werden.

Konkret: Wird die Reformvorlage angenommen, kann die AHV-Rente zwischen 20 und 80 Prozent aufgeschoben werden. Die minimale Aufschubdauer beträgt ein Jahr, maximal fünf Jahre. Dazwischen kann die Rente monatlich abgerufen werden

Ein Beispiel: Ein Mann (Jahrgang 1956) hat ab dem 1. Februar 2021 Anspruch auf eine monatliche Rente von 2'420 Franken. Zu Beginn möchte er monatlich nur 968 Franken Rente beziehen (40 Prozent). Ein Jahr später erhöht er seinen Bezug auf 1'979 Franken im Monat. Ab 2023 bezieht er schliesslich die volle Rente, die danke dem Aufschub mit 2'507 Franken um 9,1 Prozent höher ausfällt.

Neben der AHV kann auch das Guthaben aus der Pensionskasse weiterhin gestaffelt bezogen werden. Wer zum Beispiel mit 63 Jahren sein Arbeitspensum von 100 auf 50 Prozent reduziert, kann sich bei vielen Pensionskassen die Hälfte seines Altersguthabens auszahlen lassen. Der Vorteil: Durch den gestaffelten Bezug wird die Steuerprogression gebrochen. Dadurch mindert sich die Steuerlast.

Damit das Steueramt die Teilkapitalbezüge akzeptiert, muss die schrittweise Aufgabe der Erwerbstätigkeit eindeutig und dauerhaft sein.

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