Wichtige Fragen zum Rentenumwandlungssatz

1. Warum ist der Umwandlungssatz so wichtig für unsere Altersvorsorge?

Mit dem Umwandlungssatz rechnen Pensionskassen die Altersguthaben in lebenslange Renten um. Für die obligatorischen Guthaben beträgt der gesetzliche Mindestsatz heute 6,8 Prozent. Bei einem Guthaben von 700'000 Franken resultiert eine jährliche Rente von 47'600 Franken, das sind 3'970 Franken im Monat.

2. Wie hat sich der Umwandlungssatz im Lauf der Zeit entwickelt?

Im Rahmen der 1. BVG Revision wurde der gesetzliche Mindestumwandlungssatz schrittweise von 7,2 auf 6,8 Prozent gesenkt. Im Rahmen des Reformpakets "Altersvorsorge 2020" schlug der Bundesrat eine Senkung auf 6 Prozent vor. Das Reformpaket wurde 2017 vom Volk abgelehnt.

3. Das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge gibt einen Umwandlungssatz von 6,8 Prozent vor. Warum zahlen einige Pensionskassen weniger als fünf Prozent?

Viele Pensionskassen verwalten "umhüllend" auch Guthaben, die über den obligatorisch versicherten Lohn von 85'320 Franken hinausgehen. Im Überobligatorium können sie selbst entscheiden, wie viel Zins sie zahlen und mit welchem Umwandlungssatz sie das Ersparte in Renten umwandeln – solange sie die obligatorischen Leistungen einhalten. Wegen der tiefen Zinsen senken viele Pensionskassen den Umwandlungssatz im Überobligatorium, um die Anforderungen im Obligatorium erfüllen zu können.

4. Gelten für Männer und Frauen die gleichen Umwandlungssätze?

Weil Frauen heute noch mit 64 Jahren und Männer mit 65 das ordentliche Pensionierungsalter erreichen, wenden einige Pensionskassen unterschiedliche Umwandlungssätze an.

5. Hat die Senkung des Umwandlungssatzes einen Einfluss auf laufende Renten?

Nein, bis jetzt sind laufende Altersrenten von Anpassungen des Umwandlungssatzes ausgenommen.

6. Verschlechtern sich die Leistungen bei Invalidität und Tod, wenn der Umwandlungssatz sinkt?

An den Invalidenrenten ändert sich in der Regel nichts. Bei den meisten Pensionskassen hängen die Leistungen für die Hinterbliebenen entweder vom Sparkapital oder vom versicherten Lohn ab.

7. Was kann ich tun, um die sinkenden Rentenumwandlungssätze abzufedern?

Wer Einkommenseinbussen im Alter vermeiden will, sollte so früh wie möglich in die private Vorsorge investieren. Dafür eignet sich die Säule 3a besonders. Erwerbstätige mit Pensionskasse können dieses Jahr bis zu 6826 Franken einzahlen und den Betrag von ihrem steuerbaren Einkommen abziehen.

Säule 3a: Früh einzahlen lohnt sich

Wer bereits mit 30 in die Säule 3a einzahlt, spart bis zur ordentlichen Pensionierung 338'000 Fr. an (bei einer jährlichen Rendite von 2%); alle Angaben in Franken.
 
30-jähriger 338'000
40-jähriger 217'000
50-jähriger 117'000
55-jähriger 74'000

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