Nichtverwandte zahlen mehr

Die Höhe der Erbschaftssteuer richtet sich in den meisten Kantonen nach der Erbschaftssumme und dem Verwandtschaftsgrad.

Ehepartner sind inzwischen in der ganzen Schweiz von der Erbschaftssteuer befreit. In vielen Kantonen zahlen auch direkte Nachkommen heute keine oder viel weniger Erbschaftssteuern als noch vor ein paar Jahren.

Nichtverwandte müssen dagegen nach wie vor sehr hohe Steuern zahlen, wenn sie mit einer Erbschaft oder Schenkung bedacht werden. Bei hohen Beträgen fällt oft ein Viertel oder sogar die Hälfte der Erbschaft an den Staat, wenn der Erblasser nicht rechtzeitig geeignete Massnahmen eingeleitet hat.

Einige Kantone besteuern Konkubinatspartner, die seit mehr als fünf oder zehn Jahren im gleichen Haushalt leben, im Vergleich zu den übrigen Nichtverwandten relativ milde. Im Kanton Schwyz gehen alle Erben steuerfrei aus.

Einige wenige Kantone erheben eine so genannte Nachlasssteuer oder Nachlasstaxe. Im Gegensatz zur normalen Erbschaftssteuer wird nicht der einzelne Erbe besteuert, sondern das gesamte Nachlassvermögen. Der Verwandtschaftsgrad spielt für die Höhe der Nachlasssteuern keine Rolle. Der Kanton Graubünden kennt nur die Nachlasssteuer, der Kanton Solothurn erhebt eine relativ geringe Nachlassstaxe zusätzlich zur normalen Erbschaftssteuer.

Die Steuersätze sind von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich. Nichtverwandte zahlen zum Beispiel im Kanton Zug für eine Erbschaft von 500’000 Franken rund 71’000 Franken Steuern, im Kanton Genf hingegen fast 270’000 Franken.  

In den meisten Kantonen steigt die prozentuale Steuerbelastung auch bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer mit der Höhe des geerbten oder geschenkten Betrags. Im Kanton Basel-Stadt zahlen zum Beispiel Nichtverwandte für eine Erbschaft von 500’000 Franken rund 157’000 Franken oder 31 Prozent Steuern. Bei einer Erbschaft von 1 Million Franken sind es fast 360’000 Franken oder 36 Prozent.

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