Irrtümer zur eingetragenen Partnerschaft

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Wie wirkt sich die Eintragung der Partnerschaft auf AHV, Nachlass und Steuern aus? Das sind die häufigsten Irrtümer.

Irrtum 1: Im Todesfall fliesst immer eine Rente

Stirbt ein Partner, bekommt der überlebende Partner nur dann eine Hinterlassenenrente von der AHV, wenn er minderjährige Kinder betreut. Ähnlich hoch sind die Hürden bei der Unfallversicherung. Ist die Todesursache eine Krankheit, zahlt die Pensionskasse des Verstorbenen oft nur dann eine Rente, wenn der Überlebende mindestens 45 Jahre alt ist und die Partnerschaft seit 5 Jahren eingetragen war.

Irrtum 2: Ein Testament ist nicht mehr nötig

Dem Überlebenden steht auch ohne Testament mindestens die Hälfte des Vermögens zu. Hinterlässt der Verstorbene keine Kinder, erhält der Partner sogar drei Viertel. Ein Viertel geht an die Eltern oder die Geschwister, wenn beide Eltern bereits tot sind. Allerdings: Viele wünschen sich, dem hinterbliebenen Partner alles zu hinterlassen. Denn muss er andere Erben auszahlen, kann er finanziell in Bedrängnis geraten. Es lohnt sich, den Partner mit einem Vermögensvertrag, Testament oder Erbvertrag rechtzeitig abzusichern.

Irrtum 3: Die Steuern steigen

Die Steuerrechnung kann tatsächlich höher ausfallen, weil die Einkommen der beiden Partner zusammengezählt werden. Allerdings vergessen viele, den Abzug für Zweitverdiener und für "Ehegatten" zu berücksichtigen – eingetragene Partner werden heute zum tieferen Ehepaartarif besteuert.

Kantonal sind die Abzüge sehr unterschiedlich. Als Faustregel gilt: Je grösser die Differenz zwischen den beiden Einkommen, desto eher sinken die Steuern. Sind die Einkommen ähnlich hoch, fällt die Steuerrechnung in der Regel höher aus.