Erbfolge ändern

Wer mit der gesetzlichen Aufteilung seines Erbes nicht einverstanden ist, kann die Erbfolge mit einem Testament oder einem Erbvertrag ändern.

Das eigenhändige Testament ist die einfachste und deshalb die häufigste Form. Es muss vollständig von Hand geschrieben, datiert und unterschrieben sein. Ein Testament kann der Verfasser jederzeit aufheben oder ändern.

Ein Erbvertrag hingegen ist ein Vertrag zwischen dem Erblasser und seinen Erben. Er ist nur gültig, wenn er von allen Parteien unterschrieben und von einem Notar beurkundet ist. Will eine Partei den Vertrag später ändern oder aufheben, braucht es dafür das Einverständnis aller Parteien. Ein Erbvertrag bindet folglich alle Beteiligten stark.

Eigenhändige Testamente geben oft Anlass zu Streitigkeiten. Am besten lassen Sie Ihr Testament deshalb von einer Fachperson auf Form und Inhalt überprüfen. Häufig geht aus dem Testament nicht eindeutig hervor, was der Verstorbene eigentlich wollte, oder einzelne Verfügungen widersprechen einander.

Je komplizierter die Familien- und Vermögensverhältnisse sind, desto sinnvoller ist es, für die Nachlassplanung einen unabhängigen Spezialisten beizuziehen, der sich in allen Erbschaftsfragen auskennt.

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