Vor dem Ablauf einer Hypothek handeln

Wenn der Ablauf einer Hypothek bevorsteht, sollte man sich frühzeitig um die Anschlussfinanzierung kümmern.

Denn es gibt wichtige Fragen zu klären, deren Beantwortung einige Zeit in Anspruch nimmt: Ist jetzt der Moment, um in ein anderes Hypothekarmodell oder zu einer anderen Bank zu wechseln?

Die Banken nehmen oft erst kurz vor dem Ablauf Kontakt mit ihren Kunden auf, um die Weiterführung der Hypothek zu besprechen. Man wir besser selber aktiv, um nicht unter Zeitdruck entscheiden zu müssen – und um keine Kündigungsfristen zu verpassen.

Spätestens ein Jahr vor dem Ablauf sollte man sich über die aktuellen Hypothekarzinsen informieren und die Entwicklung fortan genau verfolgen. Das erhöht den Handlungsspielraum. Unter Umständen lohnt es sich, den Zinssatz für die neue Festhypothek bereits Wochen oder Monate vor dem Ablauf der alten Hypothek zu fixieren.

Laufzeit und Zinsänderungsrisiko der neuen Hypothek sollten auf die restlichen Hypotheken abgestimmt sein. Sie muss also in das bestehende Hypothekarportfolio passen und dem gewünschten Grad an Flexibilität und Budget-Sicherheit Rechnung tragen.

Trotz fixem Ablauftermin können auch Festhypotheken Kündigungsfristen haben

Wenn Sie die Hypothek beim Ablauf zurückzahlen oder die Bank wechseln möchten, müssen Sie die Kündigungsfristen einhalten. Beachten Sie, dass Sie bei einigen Banken auch Festhypotheken bis zu sechs Monate im Voraus kündigen müssen, obwohl sie einen fixen Ablauftermin haben.

Wenn Sie diese Frist verpassen, wird die Festhypothek beim Ablauf in der Regel automatisch in eine variable Hypothek umgewandelt, die wieder eine Kündigungsfrist von drei bis sechs Monaten hat. Ihre Bank hat es in so einem Fall leicht, Ihnen einen Bankwechsel auszureden. Denn wenn Sie bei der Stange bleiben, wird sie die variable Hypothek gerne wieder in eine Festhypothek umwandeln statt Ihnen eine neue Kündigungsfrist zuzumuten.

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