Unterschiedliche Zinsabrechnungsmethoden

Die schweizerische und die internationale Usanz.

Banken rechnen den Zins für eine Hypothek nach unterschiedlichen Methoden ab. Nach der schweizerischen Zinsusanz zählt jeder Monat 30 Tage. Die Kunden zahlen den vereinbarten Zins folglich für 360 Tage pro Jahr.

Bei der internationalen Zinsusanz wird der Zinssatz mit der Anzahl Tage des Kalenderjahres multipliziert (im Normalfall 365 Tage) und durch 360 Tage dividiert. Das hat zur Folge, dass Kreditnehmer im Vergleich zur schweizerischen Zinsusanz für fünf zusätzliche Tage Zins bezahlen, in einem Schaltjahr sogar für sechs zusätzliche Tage.

Die internationale Zinsusanz gilt gewöhnlich nur für Geldmarkt-Hypotheken. Einige Banken wenden sie aber auch bei Festhypotheken an. So zahlen Kunden zum Beispiel für eine Festhypothek, deren Zinssatz laut Vertrag 2,5 Prozent beträgt, effektiv einen Jahreszins von 2,53 Prozent. Das entspricht bei einer Hypothek über 500'000 Franken und einer Laufzeit von acht Jahren einem effektiven Mehrzins von 1200 Franken.

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