Neue Hürden für Hauskauf ab Plan

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Wer ein Haus ab Plan kauft, sollte seine Vorauszahlungen an den Generalunternehmer mit einer GU-Erklärung der Bank absichern. Allerdings: Immer weniger Banken sind bereit, solche Absicherungen abzugeben. 

Ein Eigenheim zu kaufen, das noch im Bau ist, bringt einige Risiken mit sich. In der Regel überweisen Käufer dem Generalunternehmer (GU) während der Bauphase hohe Teilzahlungen. Wenn der GU diese Zahlungen für andere Projekte verwendet oder zahlungsunfähig wird, ist die Vorauszahlung ganz oder teilweise verloren. Dann muss man Rechnungen von Handwerkern ein zweites Mal bezahlen.

Gegen dieses Risiko können sich Käufer mit einer sogenannten GU-Erklärung schützen. Darin bestätigt die Bank des GU, dass die Gesamtfinanzierung gesichert ist und dass alle Zahlungen für das betreffende Bauvorhaben verwendet werden.

Ohne GU-Erklärung springen Käufer ab

Doch heute geben immer weniger Banken solche GU-Erklärungen ab. Denn sie müssten die Bonität des GU sorgfältig prüfen und alle Geldflüsse kontrollieren. Das ist aufwändig und entsprechend teuer. Problematisch daran ist, dass die Banken für die Finanzierung von Neukäufen eine solche Erklärung verlangen. Das kann dazu führen, dass die Käufer abspringen, weil sie keine Finanzierung erhalten. Hauskäufer können sich an unabhängige Bautreuhänder wenden, die in ihrem Auftrag die Kalkulation des GU nachrechnen und sicherstellen, dass die Zahlungen nur für die Handwerker verwendet werden, die an ihrem Bau mitarbeiten.

Wichtig ist, dass der Treuhänder Einblick in die Buchhaltung des GU erhält und dass der GU seinen Gewinn erst erhält, wenn die Schlussabrechnung vorliegt. So ist gewährleistet, dass auch Mehrkosten gedeckt sind.