Hauskauf: Auch eingetragene Partner müssen sich absichern

Gleichgeschlechtliche Paare sollten ihre Vorsorge anpassen, bevor sie ein Eigenheim kaufen. So bleibt das Haus tragbar, auch wenn ein Partner stirbt.

Ein Schicksalsschlag ist auch finanziell bedrohlich. Wenn ein Partner stirbt oder invalid wird, reicht das Einkommen des überlebenden Partners häufig nicht mehr, um das Eigenheim zu finanzieren. Aus Sicht der Bank sind die Kosten langfristig nämlich nur dann tragbar, wenn sie auch bei einem hypothetischen Hypothekarzins von 5 Prozent zusammen mit einem Betrag für die Amortisation und die Nebenkosten höchstens ein Drittel des regelmässigen Einkommens ausmachen. Beim Eigenheimkauf sollten gleichgeschlechtliche Paare unbedingt ihre Vorsorge überprüfen und den Nachlass regeln.

Konkubinatspartner haben zum Beispiel keinen Anspruch auf das Erbe ihres Partners. Wer im Konkubinat lebt und seinen Partner in seinem Testament begünstigen möchte, muss auch die Pflichtteile der Nachkommen und Eltern berücksichtigen. Eingetragene Paare sind finanziell besser abgesichert als Konkubinatspaare. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, haben sie Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente der Pensionskasse. Eine Witwerrente der AHV gibt es allerdings nicht. Dem überlebenden Partner steht auch ohne spezielle Anordnungen mindestens die Hälfte des Nachlasses des Verstorbenen zu.

Allerdings: Damit sie oder er das Haus behalten kann, braucht es oft eine zusätzliche Begünstigung über einen Vermögensvertrag, ein Testament, einen Erbvertrag oder eine separate Todesfallrisiko-Versicherung.

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