Finanzierung von Hausumbau und Renovation

Banken finanzieren höchstens den wertvermehrenden Teil der Umbaukosten. Den restlichen Anteil müssen Hausbesitzer in der Regel selbst aufbringen.

Früher oder später sind bei jedem Gebäude kostspielige Erneuerungen fällig: Die Fassade braucht einen neuen Anstrich, die Küche muss modernisiert werden oder die Heizung ist sanierungsbedürftig. Manchmal erfordern auch höhere Ansprüche an den Wohnraum oder veränderte Lebensumstände einen Hausumbau, zum Beispiel im Hinblick aufs Alter.

In einem Umbau- oder Sanierungsprojekt sind stets auch Arbeiten enthalten, die den Wert der Liegenschaft nicht steigern. Ersetzt der Hausbesitzer zum Beispiel eine alte Küche, ist sie danach moderner und wahrscheinlich auch luxuriöser ausgestattet. Ein Teil der Arbeiten gilt jedoch als werterhaltend, weil die Immobilie schon vorher über eine Küche verfügte.

Die Bank finanziert deshalb in der Regel nur etwa 50 bis 70 Prozent der Umbau- oder Sanierungskosten und prüft, ob die zusätzliche Hypothek finanziell tragbar ist. Den restlichen Anteil muss der Hausbesitzer selbst aufbringen.

Eigenheimbesitzer können eine Renovation oder einen Hausumbau auch mit Vorsorgeguthaben finanzieren. Pensionskassengelder sind allerdings auch nur für wertvermehrende Arbeiten verfügbar. Das gilt in der Regel auch für Guthaben in der dritten Säule.

Frühzeitig planen und Rücklagen bilden

Klären Sie am besten frühzeitig ab, welchen Teil der Kosten die Bank zu finanzieren bereit ist. Planen Sie zudem Reserven von etwa 10 Prozent der Umbaukosten ein. Das erspart Ihnen ein nachträgliches Gesuch um Erhöhung der Kreditlimite, falls die Umbaukosten höher ausfallen als geplant.

Immobilienprofis bilden übrigens jedes Jahr Rückstellungen von etwa 0,5 Prozent des Immobilienwerts für Erneuerungen. Das können auch Eigenheimbesitzer machen, zum Beispiel indem sie freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse tätigen oder in die Säule 3a einzahlen.

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