Eigenheim: Worauf man bei der Finanzierung achten sollte

Die meisten Banken finanzieren bis zu 80 Prozent des Kaufpreises einer Immobilie. 20 Prozent muss man also selber aufbringen. Die Hälfte davon muss aus anderen Mitteln als der Pensionskasse stammen.

Wer Bauland oder ein Ferienhaus kaufen möchte, braucht mindestens 50 Prozent Eigenkapital.

Als Eigenmittel kommen neben der Pensionskasse unter anderem Guthaben der Säule 3a, normale Sparguthaben sowie Erbvorbezüge oder private Darlehen zum Beispiel der Eltern in Frage. Private Darlehen rechnen Banken dann als Eigenkapital an, wenn sie weder verzinst noch rückzahlungspflichtig sind. Verzinsliche und rückzahlbare Darlehen berücksichtigt die Bank zudem bei der Berechnung der Tragbarkeit

Beim Bezug von Vorsorgeguthaben aus der Pensionskasse und Säule 3a fällt eine Kapitalauszahlungssteuer an. Die Vorsorgeeinrichtung überweist das Geld direkt an die Hypothekarbank. Die fälligen Steuern kann der Bezüger folglich nicht mit dem ausbezahlten Vorsorgegeld bezahlen.

PK-Guthaben besser verpfänden als beziehen

Ein Vorbezug von Pensionskassengeld schmälert die Rente im Alter in der Regel erheblich, je nach Pensionskasse auch die Leistungen bei Invalidität oder Tod.

Statt das Pensionskassenguthaben auszahlen zu lassen, kann man es der Bank verpfänden. Das ist oft die bessere Variante. An den versicherten Leistungen ändert sich nichts, und steuerlich attraktive Einkäufe in die Pensionskasse sind weiterhin möglich. 

Eigenheimfinanzierung mit Pensionskassenguthaben: Vorbezug versus Verpfändung 

Der Hauskäufer muss höhere Hypozinsen zahlen als bei der Variante Bezug, die PK-Leistungen im Alter bleiben aber unverändert erhalten. Spätestens bis zur Pensionierung muss die Hypothek um den verpfändeten Betrag reduziert sein.

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