Eigenheim schlüsselfertig kaufen: Tipps gegen die gröbsten Fehler

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Es ist zwar praktisch, ein Eigenheim fixfertig von einem Generalunternehmer (GU) zu kaufen. Allerdings kann dabei einiges schiefgehen.

Kaufen Sie die Katze nicht im Sack! Das sollten Sie beachten, wenn Sie mit einem GU zusammenarbeiten:

Anzahlung

Käufer leisten in der Regel eine Anzahlung. Müssen Sie vom Vertrag zurücktreten, ziehen viele GUs ihre Aufwendungen von der Reservationszahlung ab. Tipp: Ihre Anzahlung sollte das übliche Mass von 20’000 bis 30’000 Franken nicht übersteigen.

Teilzahlungen

In der Bauphase leisten Käufer Teilzahlungen. Wenn der GU dieses Geld für andere Zwecke verwendet und zahlungsunfähig wird, können Handwerker ihr Geld direkt bei Ihnen einfordern. Im schlimmsten Fall zahlen Sie so zweimal. Tipp: Lassen Sie Ihre Zahlungen mit einer GU-Erklärung der Bank des GU absichern.

Kostenkontrolle

Wenn die Bank des GU keine GU-Erklärung abgibt, zweifelt sie möglicherweise an seiner Bonität. Tipp: Ziehen Sie einen Experten bei, der die Kostenkontrolle des GU überprüft und laufend mit den vereinbarten Leistungen abgleicht.

Zusatzkosten

Oft reichen die Budgets für Küche und Bad nur für Minimallösungen. Möchten Sie einen höheren Standard, kommen weitere Kosten dazu. Tipp: Verlassen Sie sich nicht auf die Bilder und Angaben im Verkaufsprospekt, sondern prüfen Sie genau, was im Vertrag vereinbart ist.

Mängel

Viele GU treten im Kaufvertrag sämtliche Garantieleistungen an die Käufer ab. Das bedeutet, dass Sie selbst mit den Handwerkern Lösungen finden müssen, wenn Sie Mängel feststellen. Tipp: Lehnen Sie die Abtretung von Garantieansprüchen wenn möglich ab.

Verspäteter Bezug

Manchmal halten die GUs im Kaufvertrag nur fest, dass der Bezugstermin im Voraus angekündigt wird. Verzögert sich aber der Bezug, müssen Sie in diesem Fall alle Kosten tragen, die bis zur tatsächlichen Übernahme entstehen. Tipp: Bestehen Sie deshalb auf einen verbindlichen Termin für die Übergabe.