Lohnt es sich, den Hypozins vorzeitig zu fixieren?

Bei den meisten Kreditinstituten kann man den Zins einer Festhypothek bis zu einem Jahr, bei manchen sogar bis zu zwei Jahre im Voraus fixieren. Das kann sich zum Beispiel für einen Hausbesitzer lohnen, der seine Festhypothek in einem Jahr erneuern muss und damit rechnet, dass die Zinsen bis dahin steigen.

Termin- oder Forwardhypotheken werden zu den Zinssätzen von heute abgeschlossen, jedoch erst an dem vereinbarten Termin ausbezahlt. Sie sind normalerweise teurer als eine sofort beginnende Festhypothek. Manche Anbieter verlangen anstelle eines höheren Zinssatzes eine einmalige Prämie bei Abschluss der Hypothek.

Die Kosten einer vorzeitigen Zinsabsicherung hängen von der Vorlaufzeit und der Dauer der zugrunde liegenden Festhypothek ab. Je länger die Vorlaufzeit und je kürzer die Dauer der Festhypothek, desto grösser ist der Zinsunterschied zu einer sofort beginnenden Festhypothek.

Laufzeiten unter fünf Jahren lohnen sich in der Regel nicht

Terminhypotheken mit Laufzeiten von weniger als fünf Jahren rechnen sich in den meisten Fällen nicht. Sie lohnen sich aufgrund des höheren Zinssatzes zudem nur bei einem tiefen Zinsniveau und dann, wenn die Zinsen stärker steigen als die Akteure am Kapitalmarkt erwarten.

Steigen die Zinssätze bis zur Auszahlung der Hypothek weniger stark oder sinken sie sogar, ist die Terminhypothek ein schlechtes Geschäft: Der Kreditnehmer muss dann trotzdem die im Voraus fixierten Zinsen plus den Zinsaufschlag zahlen.

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