Erhöhung der Hypothek kann problematisch sein

Ein grosser Teil des Vermögens vieler Hausbesitzer steckt im Haus – als Differenz zwischen dem Verkehrswert und der Hypothek. Manche kommen im Laufe ihres Lebens in eine Situation, in der sie dieses Vermögen anzapfen müssen. Besonders Pensionierten verweigern die Kreditgeber oft eine Erhöhung der Hypothek.

Die Banken prüfen bei einem Erhöhungsgesuch, ob die zusätzliche Hypothek finanziell tragbar ist, auch wenn die Hypothek im Verhältnis zum Wert der Liegenschaft gering ist. Die kalkulatorischen Kosten des Eigenheims müssen weiterhin in einem gesunden Verhältnis zu den regelmässigen Einkünften stehen, und zwar auch bei einem Hypothekarzins von 5 Prozent.

Besonders Pensionierte erfüllen diese Voraussetzung aufgrund des niedrigeren Einkommens nach der Erwerbsaufgabe häufig nicht. Viele Banken gewähren zudem älteren Hausbesitzern nur noch eine Hypothek bis maximal 65 Prozent des Liegenschaftswertes, auch wenn eine höhere Zinsbelastung finanziell tragbar wäre.

Auch den Wert der Liegenschaft schätzt die Bank neu ein. Das kann unangenehme Folgen haben, falls der Wert tiefer ausfällt als bei der letzten Kreditprüfung. Die Bank lehnt die Erhöhung der Hypothek nicht nur ab, sondern verlangt unter Umständen auch eine einmalige Amortisationszahlung oder höhere jährliche Amortisationsraten, damit die Belehnung wieder innerhalb der Finanzierungsrichtlinien liegt.

Es kann sich deshalb lohnen, den Wert der Liegenschaft schätzen zu lassen, bevor man die Bank um eine Erhöhung der Hypothek ersucht.

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