Attraktive Alternativen zum Sparkonto

Viele Anleger haben einen grossen Teil Ihres Vermögen auf dem Sparkonto. Der Zinsertrag ist allerdings äusserst bescheiden: Nach Abzug der Steuern, Gebühren und Inflation schrumpft das Vermögen sogar. Als Alternative bieten sich vor allem Einkäufe in die Pensionskasse, die Amortisation der Hypothek oder eine Investition in Wertschriften an. Was es dabei zu beachten gilt.

Einkauf in die Pensionskasse

Freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse kann man vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehen. Sie verbessern die Leistungen im Alter und je nach Pensionskasse auch die Leistungen bei Tod oder Invalidität.

Die höchste Rendite bringt ein Einkauf in den Jahren vor der Pensionierung, weil der Lohn und damit auch die Steuerprogression in der Regel am höchsten sind, und weil das Geld bald wieder bezogen wird. Wenn Sie nur einen Teil Ihres Pensionskassenguthabens als Rente beziehen und sich den Rest auszahlen lassen, dann sollten Sie sich spätestens drei Jahre vor der Pensionierung einkaufen. Bei einem Kapitalbezug müssen Sie sonst die Steuern nachzahlen, die Sie dank dem Einkauf gespart haben.

Seien Sie sich bewusst, dass das Kapital in der Pensionskasse gebunden bleibt. Ein vorzeitiger Bezug des Guthabens ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, zum Beispiel wenn Sie sich selbständig machen.

Amortisation der Hypothek

Die Rückzahlung der Hypothek bringt bei den tiefen Hypothekarzinsen nur eine relativ geringe Einsparung. Wer beispielsweise eine Hypothek zu 1,5 Prozent um 100'000 Franken reduziert, spart 1'500 Franken Zinskosten pro Jahr, nach Steuern sind es 1'050 Franken (bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent).

Wie bei einem Einkauf in die Pensionskasse ist das Kapital nur noch beschränkt verfügbar. Wer die Hypothek später wieder aufstocken möchte, bekommt von seiner Bank womöglich eine Absage, weil die Tragbarkeit nicht erfüllt ist. Das passiert besonders Pensionierten und angehenden Pensionierten oft.

In Wertschriften investieren

Oft ist es sinnvoll, mindestens einen Teil der eigenen Ersparnisse in Wertschriften zu investieren. Damit nimmt man zwar Wertschwankungen in Kauf. Doch mit Aktien, Anleihen und weiteren Anlageklassen lässt sich über einen längeren Anlagezeitraum nachweislich eine höhere Rendite erzielen.

Zinsen und Dividenden aus Kapitalanlagen muss man wie jedes andere Einkommen versteuern. Kursgewinne hingegen – also die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis von Wertpapieren – sind in der Regel steuerfrei. Steuerlich ist es deshalb interessanter, sein Geld so zu investieren, dass mehr Kursgewinne und weniger Zinserträge anfallen.

 


 

 

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