Attraktiv ist die Hypothek, die Ihre Bank nicht empfiehlt

Wenn Banken Hypotheken vergeben, kommen sie in einen Interessenkonflikt. Am liebsten empfehlen sie Festhypotheken, weil sie daran am meisten verdienen. Hausbesitzer hingegen sind mit Geldmarkt-Hypotheken meistens besser bedient.

Festhypotheken sind fast immer am teuersten. Das zeigt ein Vergleich von 10-Jahresperioden seit 2000. Für 5-jährige Festhypotheken über 500'000 Franken summierten sich die Zinskosten in zehn Jahren auf durchschnittlich 176'000 Franken. Das sind fast 80'000 Franken mehr als eine Geldmarkt-Hypothek in der gleichen Zeit im Schnitt kostete (siehe Tabelle).

Generell waren Geldmarkt-Hypotheken fast immer am günstigsten. Warum wählen trotzdem so wenige Eigenheimbesitzer eine Geldmarkt-Hypothek?

Eine plausible Erklärung steckt im Interessenkonflikt der meisten Banken: Sie finanzieren Hypotheken mit kurzfristigen Guthaben ihrer Sparer. In den Hypotheken, die sie vergeben, ist das Geld aber viel länger gebunden.

Banken empfehlen vor allem mittlere Laufzeiten

Dafür können sie einen höheren Zins verlangen. Dabei sind 3- bis 5-jährige Laufzeiten für sie ideal. Bei sehr langen Laufzeiten brauchen sie mehr Eigenmittel, um sich gegen das Zinsänderungsrisiko abzusichern.

Darum bieten viele Banken vor allem Laufzeiten von 2 bis 5 Jahren an und offerieren Geldmarkt-Hypotheken nur auf ausdrückliche Nachfrage ihrer Kunden. Oder sie verlangen so hohe Zinsen für eine Geldmarkt-Hypothek, dass sie unattraktiv wird.

So viel kostete eine Hypothek in 10 Jahren
Basis: Hypothek 500'000 Franken; die Laufzeit beginnt und endet Mitte Jahr; Angaben in Franken
So viel kostete eine Hypothek in 10 Jahren

Quelle: VZ Hypoindex (beinhaltet über 40 Banken und Versicherungen)

Tipp

Das VZ VermögensZentrum berechnet wöchentlich aktuell den VZ Hypoindex aus den Angeboten aller bedeutenden Hypothekargeber im Schweizer Markt.

VZ Hypoindex

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