Nachhaltig investieren - Was heisst das genau?

Nachhaltigkeit spielt nicht nur bei Lebensmitteln oder Kleidung eine immer grössere Rolle. Auch bei der Geldanlage ist sie ein wichtiges Thema.

Mit der Investition in nachhaltig agierende Unternehmen können Anleger einen Beitrag leisten bei der Bewältigung globaler Herausforderungen, wie Klimawandel und Ressourcenausbeutung sowie bei der Durchsetzung von menschenwürdigen Arbeitsbedingungen. Und entgegen der Meinung vieler können sie auch ähnliche Renditen erwarten wie mit konventionellen Anlagen.

Das immer noch weitverbreitete Vorurteil, demzufolge nachhaltige Anlagen schlechter rentieren würden als konventionelle Anlagen, konnte in zahlreichen Studien widerlegt werden. Es wurde sogar festgestellt, dass es einen Zusammenhang zwischen guten Nachhaltigkeitseigenschaften und höherer Aktienrendite gibt (siehe Grafik).

Nachhaltige Indizes liefern oft die bessere Rendite
Nachhaltige Indizes liefern oft eine bessere Rendite als klassische Indizes. Der MSCI Europe Socially Responsible Investing (SRI) Index beispielsweise hat den "normalen" MSCI Europe Index während der letzten fünf Jahre übertroffen.
Nachhaltige Indizes liefern oft die bessere Rendite

Wer sein Geld nachhaltig anlegt, investiert in Unternehmen, die verantwortungsvoll handeln. Dabei werden oft drei Kriterien nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns unterschieden: ethische Verantwortungsübernahme gegenüber sämtlichen von der Unternehmenstätigkeit betroffenen Menschen, gegenüber der Umwelt und in der Unternehmensführung. Der Grad dieser Bemühungen lässt sich mit dem sogenannten ESG-Rating messen. ESG steht dabei für Environment (Umwelt), Society (Gesellschaft) und Governance (Unternehmensführung).

Bei nachhaltigen Investitionen werden häufig drei Investitionsansätze angewendet:

  1. Ausschlüsse: Mit diesem Ansatz werden bei der Titelauswahl jene Unternehmen ausgeschlossen, welche einen gewissen Umsatzanteil mit kontroversen Geschäftstätigkeiten erzielen. Der Einfluss auf die Rendite- und Risikoeigenschaften von Anlagen spielt dabei keine spezifische Rolle. Verbreitet sind beispielsweise Ausschlüsse von Unternehmen, die einen signifikanten Umsatzanteil mit der Herstellung von kontroversen Waffen oder Tabak erzielen.
  2. Best-in-Class: Bei diesem Ansatz wird nur in diejenigen Unternehmen investiert, welche ihre ökologische, soziale und unternehmerische Verantwortung besonders gut wahrnehmen. ESG-Ratings analysieren diese drei Nachhaltigkeitskriterien und helfen, entsprechende Unternehmen zu identifizieren.

    • Umwelt: Bei dem Umweltkriterium steht der ökologische Fussabdruck eines Unternehmens im Vordergrund. Untersucht wird hier, inwiefern ein Unternehmen die ökologische Produktverantwortung wahrnimmt bzw. fördert. So wird der Umgang mit knappen Ressourcen oder die Förderung von nachhaltigen Technologien bewertet.
    • Gesellschaft: Die gesellschaftliche Dimension analysiert unter anderem die Personalverwaltung, die Produktsicherheit oder auch, ob das Unternehmen einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leistet (zum Beispiel durch verantwortungsvolle Investitionen). Untersucht wird auch, ob in der Produktionskette Arbeitsstandards respektiert werden.
    • Unternehmensführung: Hier werden die Geschäftsleitung, sowie Regeln und Kontrollmechanismen im Unternehmen überprüft. Dazu gehören unter anderem Themen wie Geschäftsethik, Eigentumsverhältnisse oder Steuertransparenz.
  3. Positiver Einfluss: Der Ansatz des positiven Einflusses wird auch oft als thematisches Investieren bezeichnet. Damit ist eine Investition in jene Unternehmen gemeint, die mit ihrer Geschäftstätigkeit einen besonders positiven Beitrag leisten. Dies ist der Fall, wenn ihre Kerntätigkeiten in Bereichen liegen, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Umwelt und die Gesellschaft ausüben. Dazu gehören beispielsweise die Produktion von wassersparenden Sanitäranlagen oder die Bereitstellung von Bildungsangeboten.

Oft kommen Mischformen der verschiedenen Ansätze zum Einsatz. So wird ein Best-in-Class-Ansatz beispielsweise mit Ausschlüssen ergänzt.

Nachhaltig investieren beim VZ VermögensZentrum

Mit dem Mandat "Vermögensverwaltung mit nachhaltiger Fondsselektion" des VZ VermögensZentrums können Anleger gemäss nachhaltigen Prinzipien investieren. Das VZ überwacht laufend über 10'000 Anlagefonds und wählt in einem mehrstufigen Selektionsprozess jene aus, die in der quantitativen und qualitativen Analyse herausragen. Dank der Unabhängigkeit ist das VZ keinem eingeschränkten Fondsuniversum verpflichtet und kann jederzeit frei von Interessenkonflikten die optimale Fondsanlage wählen.

Das VZ stützt sich dabei auf die Daten und Ratings von MSCI ESG Research und Morningstar/Sustainalytics, den global führenden Anbietern von Nachhaltigkeitsanalysen.

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