Mit intelligenten Regeln emotionale Fehlentscheide verhindern

Viele Anleger lassen sich von ihren Gefühlen leiten, wenn sie Titel kaufen oder verkaufen. Das Ergebnis ist oft ernüchternd oder mit hohen Verlusten verbunden. Regelbasierte Anlage-Konzepte helfen, Anlageentscheide frei von Emotionen zu fällen.

Die Börsen erlebten einen turbulenten Start ins Jahr. Wie die meisten wichtigen Leitindizes verlor auch der SMI in den ersten Handelstagen erheblich an Wert. Nach kräftigen Kurstauchern hoffen viele Anleger auf eine starke Gegenbewegung. Davon möchten sie so viel wie möglich profitieren und konzentrieren sich darauf, den optimalen Zeitpunkt für eine Investition zu finden. Schliesslich ist das Ziel jedes Anlegers, zu tiefen Preisen zu kaufen und zu hohen zu verkaufen.

Wann ist es Zeit, einzusteigen?

Mit diesem Ziel vor Augen kaufen und verkaufen sie Titel – häufig aus einem Impuls heraus, der sich im Nachhinein als Fehler herausstellt. In schlechten Marktphasen stossen sie ihre Anlagen vielfach zu spät ab, oft kurz bevor die Kurse ihren Tiefpunkt erreichen. Von der folgenden Erholung profitieren sie nur bedingt, weil sie in der Regel erst viel zu spät wieder einsteigen, wenn die Kurse schon wieder deutlich gestiegen sind (siehe Grafik).

So reagieren Anleger typischerweise
So reagieren Anleger typischerweise

Weniger Risiko und höhere Rendite

Statt zu versuchen, den richtigen Einstiegszeitpunkt vorherzusehen, kann man eine Anlagestrategie mit intelligenten Regeln wählen. Eine solche Strategie lässt sich anhand der Daten zur Kursentwicklung in der Vergangenheit ausführlich testen. Wer sich konsequent an solche Regeln hält, verhindert Fehlentscheide, die aus einem momentanen Impuls heraus getroffen werden.

Ein Anlagekonzept, das sich für Privatanleger eignet, stützt sich zum Beispiel auf gleitende Durchschnitte ab. Diese Methode will sichtbar machen, in welche Richtung sich der Kurs einer Anlage bewegt, zum Beispiel eines Aktienindexes wie der SMI. Dazu werden die Tageskurse über einen bestimmten Zeitabschnitt hinweg zusammengezählt und durch die Anzahl der Tage geteilt.

Das Ergebnis dieser Berechnung ist der Durchschnittskurs für diese Periode. Steigt der Kurs einer Anlage über seinen gleitenden Durchschnitt, löst das ein Kaufsignal aus. Umgekehrt erfolgt ein Verkaufssignal, wenn der Kurs unter den gleitenden Durchschnitt fällt. Um langfristige Trends sichtbar zu machen, legt man der Berechnung häufig eine Zeitdauer von 200 Tagen zugrunde.

Mit gleitenden Durchschnitten kann man grosse Trendbewegungen sehr gut abfangen. Darum sind sie nützlich, um starke und länger andauernde Kursverluste zu vermeiden. Das Risiko wird deutlich reduziert, die Rendite erhöht. Diese einfache Methode löst allerdings auch viele Fehlsignale aus, das ist ihr grösster Nachteil. Zu einem Fehlsignal kommt es, wenn der gleitende Durchschnitt einen Kauf oder Verkauf signalisiert, wenig später aber das entgegengesetzte Signal ausgelöst wird. Fehlsignale verursachen unnötige Transaktionskosten und können zu Verlusten führen.

Das VZ setzt in seiner regelbasierten Anlage-Lö­sung unter anderem einen sogenannten adaptiven gleitenden Durchschnitt ein. Hier ist die Anzahl Tage für die Berechnung des gleitenden Durchschnitts nicht fest vorgegeben, sondern passt sich automatisch und dynamisch den aktuellen Kursschwankungen an. Damit reduziert sich die Anzahl der Fehlsignale deutlich.

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