Feste Regeln mindern Verluste

Wer sich beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren an objektive Regeln hält, blendet trügerische Emotionen bei seinen Entscheiden aus. Das zahlt sich nicht nur in unsicheren Märkten aus.

Anleger, die Kauf- und Verkaufsentscheide nach festen Regeln fällen, können sich vor kräftigen Verlusten schützen. So genannte gleitende Durchschnitte erlauben, einen übergeordneten Trend und vor allem den Wechsel von einem Abwärts- in einen Aufwärtstrend oder umgekehrt besser zu erkennen. Regeln mit gleitenden Durchschnitten lösen bei solchen Trendwechseln Kauf- bzw. Verkaufssignale aus. Dank dieser Eigenschaft eignen sie sich vor allem zur Begrenzung von Verlusten in Krisen.

Ein einfacher gleitender Durchschnitt wird berechnet, indem man die Kurse einer bestimmten Anzahl Tage zusammenzählt und durch dieselbe Anzahl Tage teilt. Der gleitende Durchschnitt entspricht damit dem Durchschnittskurs dieser Anzahl Tage. Gleitende Durchschnitte werden häufig über 200 Tage berechnet. Die Regeln für die Geldanlage mit gleitenden Durchschnitten lauten: Steigt der Kurs über den gleitenden Durchschnitt, erfolgt ein Kaufsignal, fällt der Kurs unter den gleitenden Durchschnitt, wird ein Verkaufssignal ausgelöst.

Das VZ Trendsignal liefert Kauf- und Verkaufssignale
Die Kurve zeigt die Entwicklung des SPI seit dem Jahr 2000. Wer das VZ Trendsignal seit dann auf den SPI angewendet hätte, wäre in den grünen Perioden investiert gewesen, in den roten nicht. Die Sterne sind Kaufsignale (grün) und Verkaufssignale (rot).
Das VZ Trendsignal liefert Kauf- und Verkaufssignale

Diese Strategie eignet sich mit ihrem zumindest teilweisen Schutz vor starken Kursverlusten zur langfristigen Risikominimierung. Trendfolgestrategien funktionieren vor allem dann gut, wenn sich die Kurse in grossen Trends bewegen. In Seitwärtsbewegungen respektive in trendlosen Märkten erzielen solche Strategien weniger gute Resultate und sollten daher mit weiteren Ansätzen wie Rebalancing und relative Stärke kombiniert werden.

Eine solche Kombination von mehreren Regeln reduziert nicht nur das Verlustrisiko in einer Krise, sondern schafft auch Renditepotenzial in einer Phase steigender Kurse. Langfristig eröffnet sich dadurch die Chance auf eine deutliche Mehrrendite gegenüber einer klassischen Anlagestrategie, bei der die Gewichtungen der einzelnen Anlageklassen im Verlauf der Zeit nicht oder nur geringfügig angepasst werden.

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