Gehen Sie Risiken trotz tiefer Zinsen nur sehr kontrolliert ein

Wer angesichts der tiefen Verzinsung nicht zusehen will, wie sein Vermögen an Wert verliert, muss bei seiner Geldanlage derzeit etwas mehr Risiken eingehen. Wichtig ist, Risiken zu meiden, die man nicht genau versteht.

Für sicherheitsbewusste Anleger ist es schon fast zum Verzweifeln: Die Zinsen auf Sparkonten sind im Keller, und wer bei den Obligationen einen noch einigermassen moderaten Zins erhalten möchte, muss sich diesen teuer erkaufen.

Wenn Sparer auf ihrem Guthaben mehr Rendite erzielen wollen, müssen sie höhere Risiken eingehen. Wer jedoch Renditeversprechen Glauben schenkt, ohne die Risiken zu kennen, kann erst recht Geld verlieren.

Aktien

Risikofreudige Anleger können einen Teil ihres Ersparten in Aktien anlegen. Interessant sind zum Beispiel Aktien, die eine überdurchschnittlich hohe Dividendenrendite aufweisen. Aber auch wenn Aktien derzeit als die Anlage-Alternative schlechthin gelten, muss man mit starken Kursschwankungen rechnen. Ausländische Aktien bergen zudem ein Währungsrisiko. Anleger sollten auch berücksichtigen, dass die meisten Banken hohe Gebühren für den Kauf oder Verkauf von Aktien verrechnen, die oft einen grossen Teil der Rendite auffressen (siehe Tabelle).

Hohe Kosten schmälern die Anlagerendite
Beispiel: Ehepaar mit einem Wertschriftendepot von 600'000 Fr.; sechs Transaktionen à je 25'000 Fr. pro Jahr; alle Angaben in Franken
Hohe Kosten schmälern die Anlagerendite

Strukturierte Produkte

Viele Finanzinstitute reagieren auf den Anlagenotstand ihrer Kunden, indem sie strukturierte Produkte bewerben, die mit hohen Zinscoupons und bedingtem Kapitalschutz locken. Viele dieser Produkte bergen jedoch hohe Verlustrisiken. Aus diesem Grund sollten unerfahrene Privatanleger die Hände von strukturierten Produkten lassen.

Renditeobjekte

Dank rekordtiefen Hypothekarzinsen ist der Kauf von Immobilien so attraktiv wie schon lange nicht mehr. Viele Käufer suchen nicht nur Liegenschaften, um selbst darin zu wohnen. Sie möchten sie vermieten, um eine ansprechende Rendite zu erzielen. Solche Investitionen bergen hohe Risiken. Wenn man zum Beispiel kurzfristig Kapital benötigt, kann man eine Renditeliegenschaft nicht so rasch verkaufen. Zudem führt der Kauf meistens zu einem Klumpenrisiko, weil ein wesentlicher Teil des Vermögens gebunden und von der Wertentwicklung der Immobilie abhängig ist.

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