Bekommen Sie die Provisionen von Ihrer Bank zurück?

Provisionen wie Retrozessionen gehören den Anlagekunden. Trotzdem streichen die Banken dieses Geld weiterhin selber ein. Statt Transparenz zu schaffen, machen sie den Gebühren-Dschungel noch undurchdringlicher.

Provisionen gehören den Kunden – ohne Wenn und Aber. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichts von 2012 hervor. Die Banken haben darauf unterschiedlich reagiert:

  • Manche haben ihr Gebührenmodell geändert. Sie geben jetzt zwar die Provisionen weiter, dafür haben sie ihre Gebühren erhöht.
  • Einige Banken empfehlen nur noch provisionsfreie Anlagefonds. Oft sind das allerdings teure Produkte aus dem eigenen Haus.
  • Bei anderen Banken müssen Kunden unterschreiben, dass sie auf Provisionen verzichten. Auch in diesem Fall profitiert nur die Bank.

Das Beispiel in der Tabelle zeigt, wie viel Geld Bankkunden so entgeht: Bei den grössten Banken bezahlen Anleger für ihr Depot und eine Handvoll Transaktionen durchschnittlich jedes Jahr 4500 Franken. Beim
VZ sind diese Gebühren mit 1350 Franken viel günstiger. Und weil das VZ die Provisionen von 499 Franken seinen Kunden gutschreibt, bleiben unter dem Strich 3649 Franken (81 Prozent) mehr übrig – eine Mehrrendite, der kein Risiko gegenübersteht (siehe Grafik). Es lohnt sich also, den Depotauszug Ihrer Bank hervorzuholen und genau zu studieren.

Tiefe Gebühren und Gutschrift der Provisionen: Hier fahren Anleger deutlich besser
Beispiel: Wertschriftendepot von 620'000 Franken; Depotgebühr ohne Anlageberatung; Angaben in Franken; Stand: März 2017
Tiefe Gebühren und Gutschrift der Provisionen: Hier fahren Anleger deutlich besser

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