Zeitpunkt der Planung einer Unternehmensnachfolge

Eine Nachfolge lässt sich nicht von heute auf morgen regeln, selbst in kleinen Betrieben nicht. Für die Anpassung aller Strukturen und die Einführung des Nachfolgers sind erfahrungsgemäss fünf bis zehn Jahre erforderlich. Unternehmer sollten sich darum etwa ab dem 50. Altersjahr mit ihrer Nachfolgeplanung auseinandersetzen.

Das Gros der Unternehmen wird zwischen dem 60. und 65. Altersjahr des Inhabers übergeben. Nicht selten arbeiten Unternehmer bis 70, wenn sich bis dann keine Firmenübergabe abzeichnet.

Anschliessend wird die Firma vielfach liquidiert und oder läuft aus. In jeder Phase des Generationenwechsels müssen die Beteiligten ihre Rollen neu definieren. Bei Familienunternehmen trifft das auf diese vier Gruppen zu:

  • Firmeninhaber
  • Familienmitglieder
  • Mitarbeitende
  • Externe Stellen (Berater, Banken, Treuhänder etc.)

Unterschiedliche Interessen treffen aufeinander

Die Interessen der Beteiligten können sehr weit auseinander liegen. Deshalb ist es wichtig, das Thema so früh wie möglich anzugehen. Viele Firmeninhaber wünschen sich einen Nachfolger, der die Firma im gleichen Stil weiterführt. Ihnen ist wichtiger, dass die Angestellten weiterbeschäftigt werden, als dass sie den höchstmöglichen Verkaufspreis erzielen.

Familienmitglieder ohne aktive Rolle im Unternehmen sind hingegen oft eher an einer hohen Rendite interessiert. Darum legen sie weniger Wert auf Investitionen in die Firma. Familienmitglieder wiederum, die im Unternehmen mitarbeiten, haben wie die Angestellten ein grösseres Interesse am langfristigen Unternehmenserfolg.

Je mehr Zeit für die Vorbereitung zur Verfügung steht, desto eher lassen sich alle diese Interessen mit einer gütlichen Lösung in Einklang bringen.

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