Unternehmensgewinne steuergünstig in das private Vermögen überführen

Steuerlich fahren Unternehmer in der Regel besser, wenn sie sich den Gewinn, der für den Betrieb nicht notwendig ist, regelmässig als Lohn oder Dividende auszahlen, statt ihn im Unternehmen zu horten.

Inhaber einer Aktiengesellschaft oder GmbH, die sich den Gewinn ihrer Firma als Dividende auszahlen, müssen ihn gleich zweimal versteuern: Auf dem Gewinn fallen Ertragssteuern an und auf der Dividende Einkom­menssteuern. Wegen dieser Doppelbesteuerung behalten viele Firmeninhaber ihre Gewinne lieber im Unternehmen zurück, als sie in privates Vermögen umzuwandeln.

Langfristig geht diese Rechnung oft nicht auf, weil bei einem späteren Verkauf der Firma nämlich unter Umständen umso höhere Steuern anfallen. Zudem lassen sich Firmen mit hohen Reserven, die für den Betrieb nicht nötig sind, schwerer verkaufen oder vererben als solche, die nur über betrieblich sinnvolle Rücklagen verfügen.

Die Doppelbesteuerung von Dividenden wurde in den letzten Jahren deutlich abgeschwächt. Der Bund und fast alle Kantone besteuern entweder nur noch einen Teil der Dividenden als Einkommen, oder sie besteuern weiterhin alle Dividenden, wenden aber einen tieferen Steuersatz an. Das ist ein weiterer Grund dafür, dass sich Unternehmer die nicht betriebsnotwendigen Gewinne besser regelmässig in Form von Lohn oder Dividenden auszahlen.

Bei der direkten Bundessteuer beträgt die Steuer­reduktion 40 Prozent – vorausgesetzt, der Eigentums­anteil am Grundkapital beträgt mindestens 10 Prozent. In den Kantonen schwankt die Ermässigung zwischen 40 und 80 Prozent für Unternehmer, die je nach Kanton mindestens 5 bis 20 Prozent des Unternehmens besitzen.

Im Gegensatz zu Erwerbs­einkommen werden auf Di­videnden keine AHV-Beiträge fällig, sofern die Eigentümer einen angemessenen Lohn beziehen.

Die gesetzlichen Möglichkeiten besser ausschöpfen

Die steuerlichen Folgen von Lohn- und Dividenden­bezügen lassen sich mit frei­willigen Einkäufen in die Pensionskasse ab­federn. Es lohnt sich deshalb, beim Pensionskassen-Vorsorge­plan die gesetzlichen Mög­lichkeiten voll auszuschöpfen. Werden der versicherte Lohn und die jähr­lichen Sparbeiträge erhöht, senken die zusätzlichen Sparprämien das steuerbare Einkommen. Und mit dem Ausbau der Vorsorgeleistungen wird auch das Einkaufs­potenzial oft deutlich grös­ser.

Die jährlichen Spar­prämien dürfen gemäss Gesetz bis zu 25 Prozent des versicherten AHV-Jahreslohnes betragen. Der versicherbare Jahreslohn ist zurzeit auf 853'200 Franken begrenzt. Er umfasst nicht nur den fixen Lohn, sondern kann auch variable Bestandteile wie zum Beispiel einen Bonus einschliessen.

Viele Inhaber von Einzel- oder Personengesellschaften haben keine zweite Säule aufgebaut, oder sie ist völlig ungenügend. Ein Auf- oder Ausbau ist deshalb sinnvoll. Sonst sind sie am Ende ihrer Erwerbs­tätigkeit allein auf den Erlös aus dem Verkauf der Firma angewiesen, damit sie im Ruhestand  ein ausreichendes Einkommen ha­ben.

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