Unternehmensbewertung: die Substanzwert-Methode

Die Wissenschaft schlägt verschiedene Methoden zur Berechnung des Unternehmenswerts vor. Am einfachsten anzuwenden ist die Substanzwert-Methode. Sie berücksichtigt allerdings die Rentabilität und die Zukunftsaussichten des Unternehmens nicht.

Die Substanzwert-Methode bewertet alle Vermögenswerte eines Unternehmens. Der Brutto-Substanzwert entspricht der Bilanzsumme, bereinigt um die stillen Reserven (addiert) und die latenten Steuern (subtrahiert). Jede Bilanzposition wird einzeln bewertet.

Der relevante Wert für die Preisbestimmung ist der Netto-Substanzwert, also der Substanzwert des Eigenkapitals. Er entspricht dem Brutto-Substanzwert abzüglich Fremdkapital beziehungsweise Schulden.

Die Substanzwert-Methode ist nach wie vor weit verbreitet, weil sie übersichtlich und leicht verständlich ist. Als alleinige Methode zur Wertermittlung ist sie umstritten, weil sie die Ertragslage des Unternehmens vollständig ausblendet. 

Eine tiefe Substanz kann einen hohen Ertrag generieren. Umgekehrt ist eine grosse Substanz kein Garant für hohe Umsätze. Für die Bewertung eines Unternehmens spielt deshalb auch die Ertragskraft eine wichtige Rolle.

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