Total Compensation: Ein Lohnkonzept mit höherer Vergütung ohne Mehrkosten

Eine Optimierung des Vergütungssystems bringt sowohl dem Arbeitgeber als auch den Kadermitarbeitenden finanzielle Vorteile.

Viele Unternehmen schöpfen die gesetzlichen Möglichkeiten der Pensionskasse nicht aus. Darum entgehen den Mitarbeitenden grosse Steuerersparnisse, und die Unternehmen verpassen Einsparungen bei den Personalkosten.

Bei den meisten Vorsorgeplänen sind die jährlichen Sparprämien deutlich tiefer als die 25 Prozent des AHV-Bruttoeinkommens, die gesetzlich zulässig sind. Eine Erhöhung der Sparquote bedeutet bei gleichbleibendem Lohn höhere Kosten für den Arbeitgeber.

Um Mehrkosten zu vermeiden, kann er mit dem Einverständnis der Arbeitnehmer die Bruttolöhne senken und gleichzeitig seine Beiträge an die Pensionskasse erhöhen. Dies hat positive Effekte für beide Seiten.

Tiefere Abzüge auf der Arbeitnehmerseite federn die Lohnkürzung ab. Dennoch fällt der Nettolohn etwas tiefer aus als vorher. Diese Einbusse gleichen die höheren Arbeitgeberbeiträge an die Pensionskasse und die niedrigere Steuerbelastung aus.

Gleichzeitig schafft der optimierte Vorsorgeplan zusätzliches Einkaufspotenzial für die Arbeitnehmer. Die Kosten des Arbeitgebers sind unter dem Strich tiefer, weil die Bruttolöhne und die Beiträge an die 1. Säule geringer ausfallen. So eine Totalkostenbetrachtung – auch Total Compensation Package genannt – macht den Weg frei für eine klassische Win-win-Situation.

Eine klassische Win-win-Situation
Beispiel: 50-jähriger Geschäftsführer, Altersguthaben 600'000 Franken; Angaben in Franken.
Eine klassische Win-win-Situation

Das Beispiel in der Grafik zeigt, wie die Optimierung zustande kommt: Ein 50-jähriges Geschäftsleitungsmitglied verdient 350'000 Franken im Jahr. Der Vorsorgeplan versichert den Lohn zwischen 24'675 Franken (Koordinationsabzug) und 350'000 Franken. Der Sparanteil beträgt 15 Prozent des versicherten Lohns, und der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte davon.

Neu versichert der Arbeitgeber den gesamten AHV-Lohn, erhöht die Sparquote auf 25 Prozent und beteiligt sich mit 70 Prozent an der Finanzierung. Senkt er gleichzeitig den Bruttolohn des Geschäftsleitungsmitglieds auf 305'000 Franken, bringt diese Lösung für beide Seiten einen finanziellen Vorteil von mehreren tausend Franken pro Jahr. Zusätzlich erhöht sich das Potenzial für steuerlich attraktive Einkäufe des Arbeitnehmers um über 1,1 Millionen Franken.

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