Nachfolger gesucht: Tipps für die Vorbereitung der Geschäftsübergabe

Allzu oft klappt die Nachfolge in einer Firma nicht, und statt dem erhofften Generationenwechsel bleibt nur die Liquidation. Oft scheitert der Übergang an fachlichen und menschlichen Schwächen. 

Inhaber können sich und ihr Unternehmen auf alle finanziellen, steuerlichen, rechtlichen, zeitlichen, strategischen und persönliche Herausforderungen vorbereiten. Damit verbessern sie die Chancen deutlich, dass die Nachfolge gelingt und das Unternehmen weiterlebt.

Finanzielle Vorbereitung der Unternehmensnachfolge

Oft unterschätzen Unternehmer, wie wichtig ein günstiger Verkaufspreis im Nachfolgeprozess ist. Die finanziellen Möglichkeiten geeigneter Käufer sind häufig begrenzt. Aber auch wenn bei einer familieninternen Nachfolge die übrigen Erben ausbezahlt werden müssen, ist ein tiefer Preis hilfreich: Er macht es deutlich einfacher, alle Erben gleich zu behandeln.

Um den Wert und damit den Preis zu senken, kann man ein Unternehmen "leichter" machen, bevor es zum Verkauf angeboten wird. Das bedeutet, möglichst alle Mittel aus der Firma herauszulösen, die für den Betrieb nicht notwendig sind. Dazu zählen in erster Linie Liegenschaften und liquide Mittel. Dabei müssen die Auswirkungen auf die Steuern berücksichtigt werden. Es lohnt sich, früh mit der Planung zu beginnen und alle Optimierungsmöglichkeiten auszuschöpfen.

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Steuerliche Vorbereitung der Unternehmensnachfolge

Im Nachfolgeprozess können Diskussionen zum Thema Steuern scheitern, wenn der verkaufswillige Unternehmer nicht rechtzeitig geeignete Massnahmen einleitet. Er muss sich bewusst sein, dass auf stillen Reserven latente Steuern lasten, die der Käufer nur übernimmt, wenn der Kaufpreis entsprechend niedriger ist. Bei der Herauslösung nicht betriebsnotwendiger Mittel aus Kapitalgesellschaften fallen zusätzliche Steuern an, und bei Personengesellschaften wird sogar die Differenz zwischen Verkaufspreis und Buchwert des Unternehmens als Einkommen besteuert. Rund fünf Jahre vor dem geplanten Verkaufszeitpunkt lassen sich unerfreuliche Überraschungen bei den Steuern am besten verhindern.

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Rechtliche Vorbereitung der Unternehmensnachfolge

Aus steuerlicher und aus rechtlicher Sicht kann der Wechsel von einer Personen- in eine Kapitalgesellschaft sinnvoll sein. Vor allem die Haftung des Inhabers reicht bei einer Kapitalgesellschaft wesentlich weniger weit als bei einer Personengesellschaft. Die Rechtsform ist nicht der einzige Stolperstein im Nachfolgeprozess. 

Auch latente juristische Probleme wie drohende oder hängige Prozesse können potenzielle Käufer abschrecken. Hier gilt es, frühzeitig Vergleiche anzustreben, Prozesse abzuschliessen und auf jeden Fall ausreichende Rückstellungen zu bilden, um die Unsicherheit für den Nachfolger zu reduzieren.

Auch Haftungsfragen und Garantieleistungen führen oft zu Diskussionen. Was passiert zum Beispiel, wenn Kunden hohe Garantieleistungen ausgehandelt haben, die nicht ausreichend durch Rückstellungen abgedeckt sind? Der Käufer wird keine Risiken aus der Zeit übernehmen wollen, in der er nicht mitentscheiden konnte. Für den Verkäufer ist es hingegen wichtig, dass er nicht noch viele Jahre nach dem Verkauf Risiken trägt, die schwer einzuschätzen sind und seine Planungssicherheit beeinträchtigen.

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Faktor Zeit

Unter Zeitdruck kann man weder rechtliche noch steuerliche Massnahmen optimal umsetzen. Darum ist es so wichtig, die Nachfolge früh anzupacken. Auch auf der personellen Ebene muss man genug Zeit einplanen, damit der Generationenwechsel klappt. Es kommt zum Beispiel vor, dass der vorgesehene Nachfolger sich als ungeeignet erweist, oder dass er sich mitten im Übergabeprozess zurückzieht. Für so einen Fall muss genügend Zeit zur Verfügung stehen, um noch rechtzeitig eine Alternative zu finden.

Die wichtigsten Fragen bei der Unternehmensnachfolge

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Unternehmensnachfolge: Familieninterne und -externe Optionen
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