So sparen Selbstständige Steuern bei der Firmenübergabe

Einzelunternehmer können viel Steuern sparen, wenn sie die Firma vor dem Verkauf an einen Nachfolger frühzeitig in eine Kapitalgesellschaft umwandeln.

Bei einem Verkauf einer Einzelfirma werden Einkommenssteuern und Sozialversicherungsabgaben auf den stillen Reserven fällig, also auf der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert. Immobilien und andere Aktiven, die nicht verkauf werden, können vom Geschäfts- ins Privatvermögen übertragen werden. Auch das löst Steuerforderungen aus.

Wer seine selbstständige Erwerbstätigkeit definitiv aufgibt und mindestens 55 Jahre alt oder invalid ist, kann zwar die privilegierte Liquidationsgewinnbesteuerung geltend machen. Trotzdem können auf dem Verkaufsgewinn immer noch 15 bis 25 Prozent Steuern und Sozialversicherungsabgaben anfallen.

Häufig lohnt es sich daher, ein Einzelunternehmen vor der Übergabe in eine Kapitalgesellschaft umzuwandeln, denn mit einer AG oder GmbH ist die Nachfolge meistens steuerfrei. Diese Art der Steueroptimierung muss man allerdings lange im Voraus planen, denn die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft muss spätestens fünf Jahre vor dem geplanten Verkauf abgeschlossen sein, damit die Steuerbehörden den Wechsel der Rechtsform nicht als Steuerumgehung einstufen.

Steuertipps für Unternehmer

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