Start-up: Checkliste für die Gründung einer Firma

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Die eigene Firma zu gründen ist eines der letzten Abenteuer. Damit der Start gelingt, sind ein paar zentrale Fragen zu klären. Die Checkliste des VZ VermögensZentrums hilft Gründerinnen und Gründer eines Start-ups weiter.

Eigene Ziele verfolgen, kreativ werden und unabhängig sein: Immer mehr Menschen möchten sich selbstständig machen. Wer sein neues Unternehmen zum Erfolg führen will, sollte gleich zu Beginn eine Reihe von grundlegenden Fragen klären. Das VZ VermögensZentrum hat für Gründerinnen und Gründer eines Start-ups eine Checkliste zu den wichtigsten Themen erarbeitet:

Firmenname

Den Namen der neuen Firma kann man in der Regel frei wählen, sofern er den Tatsachen entspricht.

Je nach Rechtsform braucht es noch einen Zusatz, bei Einzelfirmen zum Beispiel muss der Familienname enthalten sein. Prüfen Sie im zentralen Firmenindex, ob der gewünschte Name für Ihr Start-up verfügbar ist. Definieren Sie zudem mit Ihren eigenen Worten einen zutreffenden Zweck für Ihr Unternehmen und legen Sie einen Sitz (Adresse, Ort) fest.

Rechtsform und Bewilligungen

Sie müssen entscheiden, welche Rechtsform Ihr Start-up haben soll. Bei einer Personengesellschaft (Einzelfirma, Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft) haften die Firmeninhaber nicht nur mit dem Geschäftsvermögen, sondern auch mit dem Privatvermögen. Dagegen ist die Haftung bei Kapitalgesellschaften – also einer Aktiengesellschaft oder GmbH – auf das Geschäftsvermögen beschränkt.

Eine Einzelfirma oder Kapitalgesellschaft (GmbH oder AG) braucht mindestens ein Gründungsmitglied. Prüfen Sie auch, ob Sie eine Bewilligung brauchen, damit Sie Ihre selbstständige Tätigkeit ausführen dürfen. Beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation erhalten Sie eine Liste der Berufe, für die ein Bewilligungsgesuch gestellt werden muss.

Vorsorge und Versicherungen

Eine detaillierte Risikoanalyse lohnt sich. Die zentralen Fragen dabei sind: Wer oder was könnte die Existenz des Unternehmens gefährden? Wie hoch kommt ein allfälliger Schaden das Unternehmen maximal zu stehen?

Versicherungen für die Betriebs- und Berufshaftpflicht sind in der Regel nicht obligatorisch, aber empfehlenswert: Ein paar hundert Franken Prämien schützen unter Umständen vor einem Millionenschaden. Für Selbstständige können auch Rechtsschutz-, EDV- oder Organhaftpflicht-Versicherungen sinnvoll sein.

Unternehmerinnen und Unternehmer müssen die berufliche Vorsorge ihrer Angestellten organisieren und sie gegen bestimmte Risiken absichern, zum Beispiel mit einer Unfallversicherung. Wichtig: Für Selbstständigerwerbende sind nur AHV/IV/EO obligatorisch. Sie müssen entscheiden, ob sie mit oder ohne Pensionskasse für ihr Alter vorsorgen wollen. Je höher der Lohn ist, desto attraktiver ist es steuerlich, über eine Pensionskasse vorzusorgen.

Versicherungen für Unternehmen im Überblick
Diese Versicherungen sollten Sie prüfen, wenn Sie Ihre eigene Firma gründen.
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Handelsregister

Je nach Rechtsform und Umsatz ist der Eintrag ins Handelsregister obligatorisch. Personengesellschaften müssen sich erst ab einem Umsatz von 100'000 Franken eintragen. Eine Registrierung kann aber schon vorher sinnvoll sein: Behörden, Lieferanten oder Kunden, die einen Auszug verlangen, gibt der Eintrag im Handelsregister Sicherheit.

Mehrwertsteuer

Unternehmen, die in der Schweiz mehr als 100'000 Franken pro Jahr umsetzen, müssen auf ihrem Umsatz Mehrwertsteuern zahlen. Die Anmeldung kann online bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung erfolgen.

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