Kadervorsorge: Chance auf mehr Rendite trotz tiefer Zinsen

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In der Zusatzvorsorge können Kadermitarbeitende bis zu 50 Prozent in Aktien investieren, um die Rendite ihres Guthabens zu verbessern. Gleichzeitig fällt die Quersubventionierung zwischen den Versicherten weg. 

Im Rahmen der Zusatzvorsorge für Kadermitarbeitende dürfen Pensionskassen individuelle Anlagestrategien anbieten. Diese Zusatzvorsorge ist auf den Teil des Lohns beschränkt, der 127'980 Franken übersteigt. Solche Vorsorgepläne sind als 1e-Lösungen bekannt, weil sie sich auf Artikel 1e der Verordnung über die berufliche Vorsorge stützen.

Mehr Wahlfreiheit für die Angestellten

Kadermitarbeitenden bringt die 1e-Lösung viele Vorteile:

  • In der Basisvorsorge bis 127’980 Franken profitieren sie von garantierten Mindestleistungen, während sie in der Zusatzvorsorge höhere Risiken eingehen können.
  • In der Zusatzvorsorge wählen sie die Anlagestrategie aus, die ihrer Risikoneigung entspricht – vom Zinskonto bis zu einer Aktienquote von 50 Prozent. Der Anlageerfolg wird ihrem individuellen Konto gutgeschrieben.
  • Die Zusatzvorsorge versichert nur überobligatorische Leistungen. Damit fällt die Quersubventionierung des obligatorischen Teils der Vorsorge weg.
  • In einer optimierten Zusatzvorsorge können sie auch die Höhe ihres Sparbeitrags innerhalb bestimmter Vorgaben selbst festlegen.
  • Wie in der Basisvorsorge können sie freiwillig Leistungen einkaufen und die Einkaufsbeträge vom steuerbaren Einkommen abziehen. Je höher das Einkommen, desto höher sind das Einkaufspotenzial, der Grenzsteuersatz und damit die Steuerersparnis.
Die wichtigsten Vorteile der Kadervorsorge
Die wichtigsten Vorteile der Kadervorsorge

Tiefere Kosten für die Unternehmen

Eine künftige Gesetzesänderung entlastet Pensionskassen: Tritt ein Versicherter aus, der seine Anlagestrategie selbst gewählt hat, nimmt er nur sein tatsächliches Guthaben mit – auch wenn er mit seiner Strategie einen Anlageverlust erzielt hat. Bisher mussten Pensionskassen allen Versicherten beim Austritt einen gesetzlich garantierten Mindestbetrag mitgeben. 

Das sind die wichtigsten Vorteile für Unternehmen:

  • Die Risikoprämien sind durchschnittlich 25 Prozent tiefer, da die Kadervorsorge in der Regel nur Branchen und Personen mit einem unterdurchschnittlichen Invaliditätsrisiko versichert.
  • Der Anlageerfolg der Zusatzvorsorge wird den einzelnen Versicherten gutgeschrieben. Es sind also keine kollektiven Wertschwankungsreserven nötig.
  • Dank der Gesetzesänderung muss die Pensionskasse keine Rückstellungen mehr aufbauen. Das senkt ihre Kosten deutlich.
  • Die Zusatzvorsorge ergänzt die Basisvorsorge. Deshalb lässt sie sich zügig und ohne grössere Anpassungen einführen.